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Deutsch
Flasche
Der   beste   Plan,   der   stärkste   Drucktank   und   das   zuverlässigste   Fallschirmsystem   nützen   einer   Wasserrakete   relativ   wenig, wenn   der   Start   schon   scheitert,   bevor   er   so   richtig   begonnen   hat.   Um   das   zu   verhindern,   möchten   wir   euch   den   Bau   einer Startrampe   zeigen,   die   nicht   nur   äußerst   stabil   ist,   sondern   auch   in   der   Lage   ist   selbst   mehrere   Meter   große   Raketen   zu betanken   und   ausreichend   zu   beschleunigen.      Der   Vorteil   des   hier   vorgestellten   Full   Bore   Launchers   (FBL)   ist,   dass   die gesamte   Flaschenöffnung   des   Drucktanks   genutzt   werden   kann,   um   das   Wasser   möglichst   schnell   aus   der   Rakete   zu pressen, während andere Systeme oft kleinere Austrittsöffnungen voraussetzen.
GRUNDGERÜST
Zunächst   einige   Worte   zum   Grundgerüst:   Dieses   besteht   in   unserem   Fall   aus 18mm   dicken   Schichtholz .   Diese   Dicke   ist   auch   mindestens   nötig,   um   die starken   Belastungen   während   dem   Einsatz   auszuhalten.   Aus   dem   Holz   wird nun   das   Grundgerüst   zugesägt,   welches   aus   einer   Grundplatte   und   drei   gleich großen   Standfüßen   besteht.   Die   Standfüße   sollten   an   der   Auflagefläche   eine Bohrung   besitzen,   die   es   später   erlaubt,   die   Startrampe   mittels   Erdhaken    im Boden    zu    verankern.    Auch    die    Grundplatte    besitzt    einige    Bohrungen,    um später   das   Rohrsystem   zu   befestigen.   Eine   genaue   technische   Zeichnung   mit allen     relevanten     Maßen     des     Grundgerüsts     könnt     ihr     euch     als     PDF herunterladen.    Das    Grundgerüst    solltet    ihr    nun    zunächst    grundieren    und anschließend   mit   Außenlack    versehen.   Sobald   der   Lack   getrocknet   ist,   könnt ihr die Standfüße an der Rakete festschrauben.
ROHRSYSTEM
Nun   können   wir   uns   nun   um   das   Herzstück   der   Startrampe   kümmern   –   das Rohrsystem,   welches   die   Rakete   später   mit   Druckluft   und   Wasser   versorgen soll.   Dieses   besteht   aus   sogenannten   Fittings ,   die   miteinander   verschraubt wurden.     Verwendet     hierbei     etwas     Teflonband,     um     die     Gewinde     gut abzudichten.     An     den     beiden     Enden     für     die     Wasser-     beziehungsweise Luftversorgung   befinden   sich   Hahnstücke   für   Gartenschlauchkupplungen , sodass   problemlos   Schläuche   angeschlossen   werden   können.   Alternativ   könnt ihr   auch   Druckluftanschlüsse    verwenden.   Auf   der   Seite   des   Luftanschlusses befindet   sich   ein   Rückschlagventil ,   welches   verhindert,   dass   Wasser   in   die Luftpumpe   gelangt.   Auf   der   anderen   Seite   befindet   sich   ein   Kugelhahnventil , damit   man   manuell   das   Wasserbetankungssystem   abnehmen   kann.   In   der Mitte    des    Systems    befindet    sich    ein    T-Stück,    in    das    ein    kurzes    Rohr    mit passendem   Gewinde   an   beiden   Seiten   geschraubt   wurde.   Das   System   wird nun    von    unten    an    der    Grundplatte    der    Startrampe    befestigt .    Hierzu verwendet ihr am besten zwei Rohrschellen  und Gewindestäbe.
Als   nächstes   kümmern   wir   uns   um   das   Verbindungstück   zwischen   Rakete   und Startrampe.   Dieses   besteht   aus   einem   Kupferrohr    mit   22mm   Durchmesser, an   dessen   einen   Ende   ein   Adapter    auf   das   Rohrsystem   befestigt   wurde.   Auf der   anderen   Seite   wird   eine   Reduziermuffe   von   28mm   auf   22mm   angebracht. Die   Befestigung   erfolgt   durch   Löten .   Zunächst   werden   hierfür   die   Teile   an   den entsprechenden   Stellen   mit   speziellem   Reinigungsvlies    abgeschliffen.   Sollte hierbei   ein   Grad   an   der   Rohrkante   entstehen,   sollte   dieser   sorgfältig   entfernt werden.    Als    nächstes    solltet    ihr    unbedingt    etwas    Flussmittel     an    die    zu lötenden   Stellen   auftragen.   Tragt   dabei   am   besten   Handschuhe   und   versucht nicht   in   Kontakt   mit   dem   Flussmittel   zu   kommen.   Anschließend   könnt   ihr   die Teile   zusammenstecken   und   mithilfe   einer   Lötlampe    beziehungsweise   einem Gasbrenner    erhitzen.   Erwärmt   am   besten   nicht   direkt   die   Verbindungstelle, sondern   haltet   die   Flamme   an   eine   nahegelegene   Stelle   am   Rohr.   Nachdem das   Rohr   ausreichend   erhitzt   worden   ist,   kann   nun   das   Lötzinn   von   oben   an die   Verbindung   gehalten   werden.   Habt   ihr   das   Flussmittel   richtig   aufgetragen, so   läuft   das   Lötzinn   selbständig   um   die   Verbindungsstelle   und   dichtet   sie   ab. Sobald   sich   auf   der   Unterseite   ein   kleiner   Tropfen   bildet,   könnt   ihr   mit   der     zweiten   Verbindungsstelle   fortfahren.   Wenn   das   Verbindungsstück   abgekühlt ist,    könnt    ihr    die    Reste    des    Flussmittels    abwischen    und    damit    beginnen Kabelbinder   rund   herum   zu   platzieren .   Steckt   dazu   am   besten   eine   Flasche vom   selben   Typ,   wie   ihr   ihn   bei   eurer   Rakete   verwendet,   in   die   Reduziermuffe. Die   Kabelbinder   sollten   direkt   am   Kragen   anliegen.   Zunächst   könnt   ihr   etwas Klebeband   nutzen,   um   die   Kabelbinder   zu   fixieren.   Anschließend   solltet   ihr zwei   Schlauchschellen    so   fest   wie   möglich   um   die   Kabelbinder   ziehen.   Nun kann   das   Verbindungsstück   auf   das   Rohrsystem   geschraubt   werden.   Auch   hier solltet ihr wieder Teflonband  verwenden.
Kabelbinder
HT-Rohr
Kupfer Reduziermuffe
Dichtung
LAUNCH TUBE
AUSLÖSER
BETANKUNGSSYSTEM
Um     einen     stabilen     und     geraden     Start     eurer     Rakete     zu     gewährleisten, empfehlen   wir   die   Verwendung   einer   sogenannten   Launch   Tube.   Das   ist   im Prinzip   lediglich   ein   langes   Rohr ,   welches   in   das   Verbindungsstück   gesteckt wird        und    zudem    den    Effekt    hat,    dass    die    Rakete    eine    größere    Flughöhe erreicht.    Wir   empfehlen   etwas   Klebeband   um   die   Launch   Tube   zu   wickeln, damit   diese   beim   Start   nicht   aus   der   Startrampe   gezogen   wird.   Herkömmliche PVC-Rohre   sind   leider   oftmals   zu   schwach,   um   die   großen   Belastungen   beim Start    auszuhalten.    Deswegen    sollten    das    verwendete    PVC-Rohr    mit    einem Durchmesser   von   20mm    zusätzlich   von   innen   mit   einem   Stahlrohr   verstärkt   werden.
Jetzt   fehlt   noch   der   Auslöser   für   die   Startrampe.   Dafür   könnt   ihr   ein   kurzes   HT- Rohr   verwenden,   welches   ihr   von   unten   auf   das   Verbindungsstück   und   die aufgesetzte   Rakete   stülpt.   Sobald   dieses   durch   eine   Umlenkung    nach   unten gezogen   wird,   kann   die   Rakete   starten.   Weitere   Kabelbinder   verhindern,   dass die    Rakete    durch    das    Gewicht    der    Umlenkung    selbstständig    auslöst.    Als Umlenkung    verwenden    wir    in    diesem    Fall    ein    U-Stück    aus    gebogenen Aluminium.   An   diesem   werden   zwei   Nylonschnüre   befestigt,   die   mit   dem   HT- Rohr    verbunden    sind.    Über    einen    Karabinerhaken    könnt    ihr    nun    eure Auslöseleine   befestigen.      Bevor   ihr   eure   Rakete   aufsetzen   könnt,   müsst   ihr jedoch    noch    eine    Dichtung     (O-Ring;    in    unserem    Fall    Durchmesser    15,5mm; Schnurstärke 2,6mm ) oberhalb des Flaschengewindes anbringen.
Als    letztes    kümmern    wir    uns    um    die    Luft-    und    Wasserversorgung.    Die Luftversorgung   erfolgt   über   einen   10   Meter   langen   Gartenschlauch,   der   über eine   Kupplung   mit   der   Startrampe   verbunden   werden   kann.   Habt   ihr   an   eurer Startrampe    Druckluftventile    verbaut,    nutzt    ihr    natürlich    stattdessen    einen Druckluftschlauch.    Auf    der    anderen    Seite    des    Schlauches    befindet    sich    ein Autoventil .   Dieses   wurde   etwas   zu   geschliffen,   mit   Teflonband   umwickelt,   in den    Schlauch    gesteckt    und    mit    einer    Schlauchschelle    fixiert.    An    dieses Autoventil   könnt   ihr   nun   eure   Standluftpumpe    anschließen   und   Druck   in   der Rakete    aufbauen.    Etwas    aufwendiger    ist    da    schon    das    Betankungssystem, welches   ein   bequemes   Betanken   der   Rakete   mit   Wasser   ermöglicht.   Hierfür verwenden    wir    ein    Drucksprühgerät ,    dessen    Düse    wird    abgesägt    haben. Stattdessen     haben     wir     ebenfalls     einem     Gartenschlauch     mithilfe     einer Schlauchschelle   daran   angebracht.   Um   euer   Betankungssystem   zu   verwenden müsst   ihr   nun   lediglich   Wasser   in   das   Drucksprühgerät   füllen   und   mithilfe   der integrierten   Pumpe   Druck   aufbauen.   Anschließend   öffnet   ihr   das   Ventil   eures Startrampe   und   schon   fließt   Wasser   in   die   Rakete.   Wichtig   ist,   dass   ihr   das Wasser in die Rakete pumpt, bevor ihr den Druck mit der Luftpumpe aufbaut.
Befestigung des Rohrsystems auf der Unterseite
Verlöten der Kupferteile
Angebrachte Kabelbinder
Fertiges Verbindungsstück
Sichtbarer Effekt beim Verlassen der Launch Tube
Luftpumpe Drucksprühgerät KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG Startrampe
Wir   möchten   nicht   nur   leicht   verständliche   Anleitungen   anbieten,   sondern   auch   klar   und   transparent   aufzeigen,   von   wem   wir   unsere   Denkanstöße,   Ideen oder   Konstruktionen   haben.   Hier   findest   du   Links   zu   allen,   die   zu   diesen   Anleitungen   beigetragen   haben   sowie   weiterführende   Links,   die   sich   tiefer   mit einzelnen Aspekten der hier beschriebenen Schritte beschäftigen.
ANLEITUNGEN FÜR FORTGESCHRITTENE STARTRAMPE
PDF PDF PDF
HAFTUNGSAUSCHLUSS UND SICHERHEIT
Der   Bau   einer   Wasserrakete   erfordert   Präzision   und   Gründlichkeit.   Verwendete   Materialien   und   Klebstoffe   können   gesundheits-   und   umweltschädlich   sein. Daher   sollten   alle   Verpackungshinweise   beachtet   werden.   Der   Start   einer   Wasserrakete   erfordert,   abhängig   von   Flughöhe   und   Aufenthaltsort,   die   Beachtung diverser   rechtlicher   Vorschriften.   Dazu   kann   unter   anderem   eine   Aufstiegsgenehmigung,   ein   Kenntnisnachweis,   eine   Haftpflichtversicherung   sowie   das Anbringen   einer   Plakette   mit   Namen   und   Adresse   auf   der   Rakete   gehören.   Wir   haben   hier    die   aktuelle   rechtliche   Situation   zusammengefasst   -   natürlich können   wir   keine   Gewähr   für   die   Richtigkeit   der   Angaben   geben.   Setze   dich   bei   Unklarheiten   am   Besten   mit   den   zuständigen   Behörden   in   Verbindung.   Der Start   sollte   mit   Einvernehmen   des   Grundstücksbesitzers   auf   einer   Wiese   oder   auf   einem   Feld   erfolgen,   das   weit   weg   von   Straßen,   Häusern,   Bäumen   oder Strommasten   ist.   Der   in   den   Anleitungen   beschriebene   Bau   und   Start   einer   Wasserrakete   kann   auch   bei   ordnungsgemäßer   Durchführung   und   Handhabung mit   Gefahren   verbunden   sein.   Die   Arbeiten   sollten   daher   in   jedem   Fall   durch   erwachsene   Begleitpersonen   betreut   werden.   Wir   können   keine   Garantie   für die   Richtigkeit,   Vollständigkeit   und   Durchführbarkeit   der   hier   beschriebenen   Anleitungen   geben.   Wir   übernehmen   keine   Haftung   für   Schäden   an   Personen oder   Gegenständen,   die   bei   der   Vorbereitung   und   Durchführung   der   Anleitung   entstehen.   Wir   übernehmen   darüber   hinaus   keine   Haftung   für   die   Inhalte verlinkter Webseiten und keine Garantie für die Zustellung von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
Weitere Anleitungen für Fortgeschrittene
REFERENZEN
Paul Grosse Webseite - The Copper Tube Launcher http://grosse.is-a-geek.com/paul/h2orocketlaunchercutube.htm Water Rocket Uh Lab Webseite - Launcher Construction in Germany:  http://waterrocket.uh-lab.de/launcher.htm Diskussion zum Copper Tube Launcher im Raketenmodellbau-Forum http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&threadid=3655&page=1 USWaterRockets.com Webseite - How to build a cable tie style water rocket launcher http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/cable_tie_launcher/tutorial.htm AirCommandRockets.com Webseite - Clark Cable Tie Launcher http://www.aircommandrockets.com/construction_9.htm Warafreak im Raketenmodellbau-Forum - Meine neue Startrampe http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&threadid=801451&page=1 M1Molter, der Heimwerker auf YouTube - Kupferrohr verlöten! -  aber wie? https://youtu.be/0v9TqISa4DQ TheCrazyHobbyists Webseite - Betankungssystem https://thecrazyhobbyists.jimdo.com/wasserraketen/betankungssystem/
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Flasche
Der    beste    Plan,    der    stärkste    Drucktank    und    das zuverlässigste      Fallschirmsystem      nützen      einer Wasserrakete   relativ   wenig,   wenn   der   Start   schon scheitert,   bevor   er   so   richtig   begonnen   hat.   Um   das zu   verhindern,   möchten   wir   euch   den   Bau   einer Startrampe   zeigen,   die   nicht   nur   äußerst   stabil   ist, sondern   auch   in   der   Lage   ist   selbst   mehrere   Meter große    Raketen    zu    betanken    und    ausreichend    zu beschleunigen.      Der   Vorteil   des   hier   vorgestellten Full    Bore    Launchers    (FBL)    ist,    dass    die    gesamte Flaschenöffnung    des    Drucktanks    genutzt    werden kann,    um    das    Wasser    möglichst    schnell    aus    der Rakete   zu   pressen,   während   andere   Systeme   oft kleinere Austrittsöffnungen voraussetzen.
GRUNDGERÜST
Zunächst    einige    Worte    zum    Grundgerüst:    Dieses besteht     in     unserem     Fall     aus     18mm     dicken Schichtholz .     Diese     Dicke     ist     auch     mindestens nötig,   um   die   starken   Belastungen   während   dem Einsatz   auszuhalten.   Aus   dem   Holz   wird   nun   das Grundgerüst       zugesägt,       welches       aus       einer Grundplatte    und    drei    gleich    großen    Standfüßen besteht.        Die        Standfüße        sollten        an        der Auflagefläche   eine   Bohrung   besitzen,   die   es   später erlaubt,     die     Startrampe     mittels     Erdhaken      im Boden   zu   verankern.   Auch   die   Grundplatte   besitzt einige   Bohrungen,   um   später   das   Rohrsystem   zu befestigen.   Eine   genaue   technische   Zeichnung   mit allen    relevanten    Maßen    des    Grundgerüsts    könnt ihr   euch   als   PDF   herunterladen.   Das   Grundgerüst solltet       ihr       nun       zunächst       grundieren       und anschließend   mit   Außenlack    versehen.   Sobald   der Lack   getrocknet   ist,   könnt   ihr   die   Standfüße   an   der Rakete festschrauben.
ROHRSYSTEM
Nun   können   wir   uns   nun   um   das   Herzstück   der Startrampe   kümmern   –   das   Rohrsystem,   welches die     Rakete     später     mit     Druckluft     und     Wasser versorgen    soll.    Dieses    besteht    aus    sogenannten Fittings ,     die     miteinander     verschraubt     wurden. Verwendet     hierbei     etwas     Teflonband,     um     die Gewinde   gut   abzudichten.   An   den   beiden   Enden für    die    Wasser-    beziehungsweise    Luftversorgung befinden                sich                Hahnstücke                für Gartenschlauchkupplungen ,    sodass    problemlos Schläuche        angeschlossen        werden        können. Alternativ    könnt    ihr    auch    Druckluftanschlüsse   verwenden.     Auf     der     Seite     des     Luftanschlusses befindet      sich      ein      Rückschlagventil ,      welches verhindert,   dass   Wasser   in   die   Luftpumpe   gelangt. Auf      der      anderen      Seite      befindet      sich      ein Kugelhahnventil ,      damit      man      manuell      das Wasserbetankungssystem   abnehmen   kann.   In   der Mitte   des   Systems   befindet   sich   ein   T-Stück,   in   das ein     kurzes     Rohr     mit     passendem     Gewinde     an beiden   Seiten   geschraubt   wurde.   Das   System   wird nun      von      unten      an      der      Grundplatte      der Startrampe    befestigt .    Hierzu    verwendet    ihr    am besten zwei Rohrschellen  und Gewindestäbe.
Als      nächstes      kümmern      wir      uns      um      das Verbindungstück   zwischen   Rakete   und   Startrampe. Dieses   besteht   aus   einem   Kupferrohr    mit   22mm Durchmesser,   an   dessen   einen   Ende   ein   Adapter   auf    das    Rohrsystem    befestigt    wurde.    Auf    der anderen   Seite   wird   eine   Reduziermuffe   von   28mm auf    22mm    angebracht.    Die    Befestigung    erfolgt durch   Löten .   Zunächst   werden   hierfür   die   Teile   an den      entsprechenden      Stellen      mit      speziellem Reinigungsvlies     abgeschliffen.    Sollte    hierbei    ein Grad    an    der    Rohrkante    entstehen,    sollte    dieser sorgfältig   entfernt   werden.   Als   nächstes   solltet   ihr unbedingt   etwas   Flussmittel    an   die   zu   lötenden Stellen      auftragen.      Tragt      dabei      am      besten Handschuhe    und    versucht    nicht    in    Kontakt    mit dem   Flussmittel   zu   kommen.   Anschließend   könnt ihr   die   Teile   zusammenstecken   und   mithilfe   einer Lötlampe     beziehungsweise    einem    Gasbrenner   erhitzen.    Erwärmt    am    besten    nicht    direkt    die Verbindungstelle,    sondern    haltet    die    Flamme    an eine   nahegelegene   Stelle   am   Rohr.   Nachdem   das Rohr   ausreichend   erhitzt   worden   ist,   kann   nun   das Lötzinn    von    oben    an    die    Verbindung    gehalten werden.       Habt       ihr       das       Flussmittel       richtig aufgetragen,   so   läuft   das   Lötzinn   selbständig   um die   Verbindungsstelle   und   dichtet   sie   ab.   Sobald sich   auf   der   Unterseite   ein   kleiner   Tropfen   bildet, könnt     ihr     mit     der          zweiten     Verbindungsstelle fortfahren.   Wenn   das   Verbindungsstück   abgekühlt ist,   könnt   ihr   die   Reste   des   Flussmittels   abwischen und   damit   beginnen   Kabelbinder   rund   herum   zu platzieren .    Steckt    dazu    am    besten    eine    Flasche vom    selben    Typ,    wie    ihr    ihn    bei    eurer    Rakete verwendet,   in   die   Reduziermuffe.   Die   Kabelbinder sollten   direkt   am   Kragen   anliegen.   Zunächst   könnt ihr   etwas   Klebeband   nutzen,   um   die   Kabelbinder zu      fixieren.      Anschließend      solltet      ihr      zwei Schlauchschellen     so    fest    wie    möglich    um    die Kabelbinder          ziehen.          Nun          kann          das Verbindungsstück   auf   das   Rohrsystem   geschraubt werden.   Auch   hier   solltet   ihr   wieder   Teflonband   verwenden.
Kabelbinder
HT-Rohr
Kupfer Reduziermuffe
Dichtung
LAUNCH TUBE
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BETANKUNGSSYSTEM
Um   einen   stabilen   und   geraden   Start   eurer   Rakete zu   gewährleisten,   empfehlen   wir   die   Verwendung einer   sogenannten   Launch   Tube.   Das   ist   im   Prinzip lediglich      ein      langes      Rohr ,      welches      in      das Verbindungsstück   gesteckt   wird      und   zudem   den Effekt   hat,   dass   die   Rakete   eine   größere   Flughöhe erreicht.    Wir   empfehlen   etwas   Klebeband   um   die Launch   Tube   zu   wickeln,   damit   diese   beim   Start nicht       aus       der       Startrampe       gezogen       wird. Herkömmliche    PVC-Rohre    sind    leider    oftmals    zu schwach,   um   die   großen   Belastungen   beim   Start auszuhalten.    Deswegen    sollten    das    verwendete PVC-Rohr    mit    einem    Durchmesser    von    20mm   zusätzlich      von      innen      mit      einem      Stahlrohr verstärkt  werden.
Jetzt   fehlt   noch   der   Auslöser   für   die   Startrampe. Dafür   könnt   ihr   ein   kurzes   HT-Rohr   verwenden, welches   ihr   von   unten   auf   das   Verbindungsstück und   die   aufgesetzte   Rakete   stülpt.   Sobald   dieses durch   eine   Umlenkung    nach   unten   gezogen   wird, kann     die     Rakete     starten.     Weitere     Kabelbinder verhindern,   dass   die   Rakete   durch   das   Gewicht   der Umlenkung   selbstständig   auslöst.   Als   Umlenkung verwenden    wir    in    diesem    Fall    ein    U-Stück    aus gebogenen    Aluminium.    An    diesem    werden    zwei Nylonschnüre     befestigt,     die     mit     dem     HT-Rohr verbunden   sind.   Über   einen   Karabinerhaken   könnt ihr   nun   eure   Auslöseleine   befestigen.      Bevor   ihr eure    Rakete    aufsetzen    könnt,    müsst    ihr    jedoch noch     eine     Dichtung      (O-Ring;     in     unserem     Fall Durchmesser        15,5mm;        Schnurstärke        2,6mm ) oberhalb des Flaschengewindes anbringen.
Als    letztes    kümmern    wir    uns    um    die    Luft-    und Wasserversorgung.      Die      Luftversorgung      erfolgt über   einen   10   Meter   langen   Gartenschlauch,   der über   eine   Kupplung   mit   der   Startrampe   verbunden werden     kann.     Habt     ihr     an     eurer     Startrampe Druckluftventile      verbaut,      nutzt      ihr      natürlich stattdessen     einen     Druckluftschlauch.     Auf     der anderen    Seite    des    Schlauches    befindet    sich    ein Autoventil .   Dieses   wurde   etwas   zu   geschliffen,   mit Teflonband    umwickelt,    in    den    Schlauch    gesteckt und    mit    einer    Schlauchschelle    fixiert.    An    dieses Autoventil    könnt    ihr    nun    eure    Standluftpumpe   anschließen    und    Druck    in    der    Rakete    aufbauen. Etwas        aufwendiger        ist        da        schon        das Betankungssystem,       welches       ein       bequemes Betanken     der     Rakete     mit     Wasser     ermöglicht. Hierfür     verwenden     wir     ein     Drucksprühgerät , dessen    Düse    wird    abgesägt    haben.    Stattdessen haben   wir   ebenfalls   einem   Gartenschlauch   mithilfe einer   Schlauchschelle   daran   angebracht.   Um   euer Betankungssystem    zu    verwenden    müsst    ihr    nun lediglich   Wasser   in   das   Drucksprühgerät   füllen   und mithilfe   der   integrierten   Pumpe   Druck   aufbauen. Anschließend       öffnet       ihr       das       Ventil       eures Startrampe   und   schon   fließt   Wasser   in   die   Rakete. Wichtig    ist,    dass    ihr    das    Wasser    in    die    Rakete pumpt,   bevor   ihr   den   Druck   mit   der   Luftpumpe aufbaut.
Befestigung des Rohrsystems auf der Unterseite
Verlöten der Kupferteile
Angebrachte Kabelbinder
Fertiges Verbindungsstück
Sichtbarer Effekt beim Verlassen der Launch Tube
Luftpumpe Drucksprühgerät KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG Startrampe
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HAFTUNGSAUSCHLUSS UND SICHERHEIT
Der       Bau       einer       Wasserrakete       erfordert       Präzision       und Gründlichkeit.    Verwendete    Materialien    und    Klebstoffe    können gesundheits-     und     umweltschädlich     sein.     Daher     sollten     alle Verpackungshinweise      beachtet      werden.      Der      Start      einer Wasserrakete       erfordert,       abhängig       von       Flughöhe       und Aufenthaltsort,   die   Beachtung   diverser   rechtlicher   Vorschriften. Dazu     kann     unter     anderem     eine     Aufstiegsgenehmigung,     ein Kenntnisnachweis,      eine      Haftpflichtversicherung      sowie      das Anbringen   einer   Plakette   mit   Namen   und   Adresse   auf   der   Rakete gehören.     Wir     haben     hier      die     aktuelle     rechtliche     Situation zusammengefasst   -   natürlich   können   wir   keine   Gewähr   für   die Richtigkeit   der   Angaben   geben.   Setze   dich   bei   Unklarheiten   am Besten   mit   den   zuständigen   Behörden   in   Verbindung.   Der   Start sollte    mit    Einvernehmen    des    Grundstücksbesitzers    auf    einer Wiese   oder   auf   einem   Feld   erfolgen,   das   weit   weg   von   Straßen, Häusern,   Bäumen   oder   Strommasten   ist.   Der   in   den   Anleitungen beschriebene   Bau   und   Start   einer   Wasserrakete   kann   auch   bei ordnungsgemäßer   Durchführung   und   Handhabung   mit   Gefahren verbunden   sein.   Die   Arbeiten   sollten   daher   in   jedem   Fall   durch erwachsene   Begleitpersonen   betreut   werden.   Wir   können   keine Garantie   für   die   Richtigkeit,   Vollständigkeit   und   Durchführbarkeit der    hier    beschriebenen    Anleitungen    geben.    Wir    übernehmen keine   Haftung   für   Schäden   an   Personen   oder   Gegenständen,   die bei   der   Vorbereitung   und   Durchführung   der   Anleitung   entstehen. Wir   übernehmen   darüber   hinaus   keine   Haftung   für   die   Inhalte verlinkter   Webseiten   und   keine   Garantie   für   die   Zustellung   von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
REFERENZEN
Paul Grosse Webseite - The Copper Tube Launcher http://grosse.is-a-geek.com/paul/h2orocketlaunchercutube.htm Water Rocket Uh Lab Webseite - Launcher Construction in Germany:  http://waterrocket.uh-lab.de/launcher.htm Diskussion zum Copper Tube Launcher im Raketenmodellbau-Forum http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&t hreadid=3655&page=1 USWaterRockets.com Webseite - How to build a cable tie style water rocket launcher http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/cable _tie_launcher/tutorial.htm AirCommandRockets.com Webseite - Clark Cable Tie Launcher http://www.aircommandrockets.com/construction_9.htm Warafreak im Raketenmodellbau-Forum - Meine neue Startrampe http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&t hreadid=801451&page=1 M1Molter, der Heimwerker auf YouTube - Kupferrohr verlöten! -  aber wie? https://youtu.be/0v9TqISa4DQ TheCrazyHobbyists Webseite - Betankungssystem https://thecrazyhobbyists.jimdo.com/wasserraketen/betankung ssystem/
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