f
Sprache wählen:
Deutsch
Wir   möchten   nicht   nur   leicht   verständliche   Anleitungen   anbieten,   sondern   auch   klar   und   transparent   aufzeigen,   von   wem   wir   unsere   Denkanstöße,   Ideen oder   Konstruktionen   haben.   Hier   findest   du   Links   zu   allen,   die   zu   diesen   Anleitungen   beigetragen   haben   sowie   weiterführende   Links,   die   sich   tiefer   mit einzelnen Aspekten der hier beschriebenen Schritte beschäftigen.
HAFTUNGSAUSCHLUSS UND SICHERHEIT
Der   Bau   einer   Wasserrakete   erfordert   Präzision   und   Gründlichkeit.   Insbesondere   die   verwendeten   Klebstoffe   und   Harze   sind   gefährlich.   Daher   sollte   das Kleben   sowie   das   Laminieren   unbedingt   mit   Handschuhen   erfolgen   und   während   der   Bearbeitungs-   und   Trocknungszeit   gut   gelüftet   werden.   Der   Start   einer Wasserrakete   benötigt   möglicherweise   eine   Fluggenehmigung.   Setze   dich   am   Besten   mit   den   zuständigen   Behördern   in   Verbindung.   Der   Start   sollte   auf einer   Wiese   oder   (mit   Erlaubnis)   auf   einem   Feld   erfolgen,   das   weit   weg   von   Straßen,   Häusern,   Bäumen   oder   Strommasten   ist.   Beim   Start   sowie   beim Drucktest   ist   eine   Schutzbrille   zu   tragen.   Der   unter   Druck   stehenden   Rakete   sollte   man   sich   in   keinem   Fall   nähern.   Der   in   den   Anleitungen   beschriebene   Bau und   Start   einer   Wasserrakete   kann   auch   bei   ordnungsgemäßer   Durchführung   und   Handhabung   mit   Gefahren   verbunden   sein.   Die   Arbeiten   sollten   daher   in jedem   Fall   durch   erwachsene   Begleitpersonen   betreut   werden.   Wir   können   keine   Garantie   für   die   Richtigkeit,   Vollständigkeit   und   Durchführbarkeit   der   hier beschriebenen    Anleitungen    geben.    Wir    übernehmen    keine    Haftung    für    Schäden    an    Personen    oder    Gegenständen,    die    bei    der    Vorbereitung    und Durchführung   der   Anleitung   entstehen.   Wir   übernehmen   keine   Haftung   für   die   Inhalte   verlinkter   Webseiten   und   keine   Garantie   für   die   Zustellung   von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
REFERENZEN
U.S. Water Rockets auf YouTube - Ultimate Water Rocket Parachute Deploy Mechanism https://www.youtube.com/watch?v=UnwP3YXOn-I U.S. Water Rockets Webseite - How to construct a Radial Parachute Deploy Mechanism http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/Radial_Deploy/tutorial.htm Aircommando Walldorf auf YouTube - Fallschirmsystem el 1.0 | Review https://www.youtube.com/watch?v=7C4k3HDVM0Y Aircommando Walldorf auf YouTube - Wasserraketen Tutorial: Tommy Timer https://www.youtube.com/watch?v=I7xbnTmoO4o
ANLEITUNGEN FÜR FORTGESCHRITTENE BERGUNGSSYSTEME
PDF PDF
Wenn   ihr   eine   große   Wasserrakete   bauen,   aber   nicht   unbedingt   nach   jedem   Start   von   vorne   anfangen   wollt,   dann   seid   ihr hier   genau   richtig.   Denn   in   dieser   Anleitung   möchten   wir   euch   zeigen,   wie   ihr   ein   Fallschirmsystem   bauen   könnt,   das   eure Wasserrakete   nach   einem   Start   wieder   wohlbehalten   auf   den   Boden   zurück   bringt.   Doch   fangen   wir   von   vorne   an:   Ein Fallschirmsystem   ist   dafür   zuständig,   den   gefalteten   Fallschirm   im   richtigen   Moment   aus   der   Rakete   auszuwerfen.   Was einfach   klingt,   ist   eine   der   wohl   anspruchsvollsten   Aufgaben   beim   Wasserraketenbau   –   denn   das   System   muss   zugleich leicht, klein und zuverlässig sein.
DER TOMMY TIMER
Wie     bei     fast     allen     Bereichen     im     Wasserraketenbau     gibt     es     auch     hier verschiedene    Vorgehensweisen.    In    dieser    Anleitung    behandeln    wir    lediglich mechanische   Systeme ,   die   mit   sogenannten   Tommy   Timern    arbeiten.   Diese findet    man    in    vielen    Aufdrehspielzeugen,    die    im    Spielwarenladen    oder    im Internet   erhältlich   sind.   Nachdem   ihr   den   Timer   aus   seinem   Gehäuse   befreit habt,   könnt   ihr   alle   unnötigen   Teile   und   Rädchen   mit   einer   Zange   entfernen. Der    Griff    zum    Aufdrehen    wird    zunächst    mehrfach    in    einem    Schraubstock zusammengedrückt,    bis    man    ihn    ohne    Schwierigkeiten    abnehmen    kann. Anschließend   wird   der   Stab   des   Tommy   Timers   mithilfe   von   zwei   Zangen   um 90°    gebogen .    Der    so    modifizierte    Timer    wird    später    das    Herzstück    des Fallschirmsystems   bilden.   Dass   wir   auf   Tommy   Timer   setzen,   hat   im   Übrigen sehr   gute   Gründe:   Mechanische   Fallschirmsysteme   sind   einfach   zu   bauen    und zu   reparieren,   sind   meistens   wesentlich   leichter    als   elektronische   Systeme und   zudem   um   einiges   günstiger    –   was   vor   allem   dann   eine   Rolle   spielt,   wenn eine   Rakete   doch   mal   abstürzt.   Und   wenn   wir   gerade   davon   sprechen:   Die   zwei Systeme,    die    wir    euch    hier    vorstellen,    haben    ihre    Zuverlässigkeit        bei unzähligen Starts bereits unter Beweis gestellt.
WELCHES SYSTEM FÜR WELCHE RAKETE?
Das   erste   System,   welches   wir   euch   vorstellen   möchten,   ist   das   Phönix   6.   Es   ist eine   Weiterentwicklung   unserer   vorherigen   Phönix-Fallschirmsysteme,   welche den   Fallschirm   zur   Seite   auswerfen ,   und   ist   ideal   für   Raketen   mit   einem einzelnen,     großen     Tank     geeignet.     Für     Raketen,     welche     aus     mehreren Drucktank-Segmenten   bestehen,   schlagen   wir   die   Verwendung   des   Phönix   RDS vor.   Dieses   System   wurde   ursprünglich   von   unseren   amerikanische   Kollegen U.S.   Water   Rockets    entwickelt,   von   uns   jedoch   stark   abgewandelt   und   an   die mechanische Auslösung angepasst.
PHÖNIX 6
Für   den   Bau   eures   Phönix   6   Seitenauswurfsystems   benötigt   ihr   zunächst   zwei Flaschen     vom    selben    Typ,    den    ihr    auch    für    den    Bau    eures    Drucktanks verwendet   habt.   Von   einer   der   Flaschen   schneidet   ihr   den   Boden   mit   einer Schere   ab,   und   entfernt   das   Gewinde   mithilfe   einer   Säge.   Nun   wird   eine   große Öffnung    in   den   zylindrischen   Teil   der   Flasche   geschnitten,   die   in   unserem   Fall ungefähr   10cm   breit   ist   und   nach   unten   noch   gut   3cm   Platz   lässt.   Bei   einer kleinere   Flasche   ist   die   Öffnung   natürlich   entsprechend   kleiner.   Diese   Flasche wird   später   die   sogenannte   Fallschirmkammer    werden.   Als   nächstes   solltet ihr   euch   überlegen,   wie   die   Spitze   eures   Fallschirmsystem   aussehen   sollte.   Ihr könnt   beispielsweise   einen   halben   Tischtennisball   mit   Epoxidharz   aufkleben, oder   die   obere   Öffnung   weiter   vergrößern   und   eine   Feuerwerksraketenspitze hineinstecken.   Von   der   zweiten   Flasche   werden   nun   ebenfalls   der   Boden   und der   Hals   entfernt.   Der   übrig   gebliebene   zylindrische   Teil   wird   in   zwei   gleich große   Stücke   geschnitten.   Wir   benötigen   nur   eines   dieser   Stücke   um   es   als Fallschirmtüre  zu verwenden. Solltet   ihr   planen,   euer   Fallschirmsystem   zu   lackieren ,   dann   ist   jetzt   die   Zeit gekommen.   Als   erstes   müsst   ihr   sowohl   die   Fallschirmkammer   als   auch   die Fallschirmtüre    mit    Schleifpapier    abschleifen    sowie    gründlich    reinigen.    Als nächstes     empfehlen     wir     eine     Kunststoffgrundierung     aufzusprühen.     Der eigentliche   Sprühlack,   in   unserem   Fall   mattes   dunkelgrau,   wird   erst   nachdem die    Grundierung    getrocknet    ist,    aufgetragen.    Eventuell    ist    es    notwendig, mehrere Schichten aufzutragen. Nachdem    der    Lack    getrocknet    ist,    könnt    ihr    damit    anfangen,    zwei    runde Grundplatten     aus     Kunststoff      auszuschneiden.     Wir     verwenden     hierfür beispielsweise    Guttagliss    Hobbycolor.    Die    Platten    sollten    gerade    so    in    das Gehäuse   hineinpassen.   Mithilfe   einer   Heißklebepistole   können   die   Platten   nun genau   an   die   Kanten   der   Öffnung   geklebt   werden.   Geht   dabei   sparsam   mit dem Klebstoff um und klebt die untere Platte lediglich von unten an. Nun    kann    der    modifizierte    Tommy    Timer    auf    der    Rückseite    des    Gehäuses befestigt   werden.   Hierzu   wird   zunächst   der   Stab   des   Tommy   Timers   von   innen durch      ein      Loch      knapp      oberhalb      der      unteren      Grundplatte      gesteckt, anschließend   wird   der   Tommy   Timer   mit   einem   möglichst   kleinen   Kabelbinder von   innen   fixiert.   Die   Fallschirmtüre   soll   nun   durch   ein   Hutgummi    in   Position gehalten   werden.   Dazu   wird   eine   Schlaufe   durch   zwei   kleine   Löcher   auf   Höhe der   oberen   Grundplatte   am   Gehäuse   befestigt.   Das   Hutgummi   sollte   mehrere Male   sehr   straff   um   das   System   gewickelt    werden,   bevor   es   am   Tommy- Timer-Stab eingehakt wird. Um     dafür     zu     sorgen,     dass     der     Fallschirm     auch     wirklich     aus     dem Fallschirmsystem   ausgeworfen   wird,   benötigen   wir   noch   eine   Feder .   Hierfür kann   einfach   ein   Flaschenstück   einer   Einwegflasche   verwendet   werden.   Dieses wird   mithilfe   von   Draht   am   Gehäuse   befestigt   werden.   Alternativ   könnt   ihr   auch das    gesamte    zylindrische    Flaschenstück    mit    Heißklebestoff    in    das    System einkleben.   Bei   dieser   Variante   müsst   ihr   aber   aufpassen,   dass   der   Fallschirm beim   Einlegen   in   das   System   nicht   nach   hinten   verrutscht.   Die   Fallschirmtüre könnt   ihr   mit   Hutgummi   am   Fallschirm   befestigen.   Doch   bevor   wir   den   Bau   des Fallschirmsystem    fertigstellen    können,    werfen    wir    nun    einen    Blick    auf    das zweite Fallschirmsystem, welches wir euch vorstellen möchten…
PHÖNIX RDS
Das      Radialauswurfsystem      Phönix      RDS      besteht      aus      noch      weniger Komponenten   als   das   Phönix   6.   Hauptbestandteil   ist   ein   dünner,   flexibler Kunststoffmantel ,   wie   er   bei   Dokumentenhüllen   und   Mappen   zu   finden   ist. An   einer   Ecke   des   Mantels   wird   nun   mithilfe   zweier   kleiner   Kabelbinder   der modifizierte   Tommy   Timer   befestigt.   An   der   gegenüberliegenden   Ecke   wird   nun eine   lange   Hutgummi-Schlaufe    befestigt.   Zum   weiteren   Zusammenbau   des Systems   benötigt   ihr   nun   euren   Segment-Drucktank.   Den   Mantel   legt   ihr   nun um   die   Übergangsstelle   zweier   Segmente ,   anschließend   wickelt   ihr   mehrere Male   das   Hutgummi   straff   darum,   bevor   es   am   Tommy-Timer-Stab   eingehakt wird.   Ein   weiteres   Hutgummi   wird   zwischen   dem   Mantel   und   der   Raketenspitze gespannt.   Dieses   sorgt   dafür,   dass   der   Mantel   nach   oben   weg   gezogen    wird, sobald   das   System   auslöst.   Nun   ist   das   System   bereits   auf   demselben   Stand wie   das   Phönix   6   System,   dessen   Bau   wir   zuvor   beschrieben   haben.   Die   nun folgenden Bauschritte sind für beide Systeme identisch.
FERTIGSTELLUNG
Damit      das      Hutgummi      nicht      über      die      Biegung      am      Stab      rutscht,      wird      mithilfe      von      Sekunden-      oder Zweikomponentenklebstoff    ein    Kabelbinderkopf     an    diese    Stelle    geklebt.    Der    Timer    kann    nun    aufgezogen    werden. Nachdem    dem    Loslassen    sollte    dieser    ablaufen    und    schließlich    das    Hutgummi    freigeben.    Seid    beim    Testen    bitte vorsichtig,   denn   beim   Öffnen   des   Systems   wollt   ihr   ganz   bestimmt   nicht   das   Gummi   in   die   Augen   bekommen.   Nun   besitzt ihr   ein   System,   welches   nach   einer   voreingestellten   Zeit   einen   Fallschirm   auswerfen   kann.   Doch   wie   wird   der   Tommy Timer   in   Position   gehalten,   bis   die   Rakete   startet?   Zum   Glück   ist   die   Antwort   auf   diese   Frage   ganz   einfach.   Ihr   benötigt einfach     einen     etwas     größeren     Kabelbinder,     von     dem     ihr     ein     Stück     abschneidet     und     den     ihr     unter     den Befestigungskabelbinder   des   Tommy   Timers   schiebt.   Dieser   sogenannte   Trigger   hält   den   aufgedrehten   Tommy   Timer   in Position,   bis   die   Rakete   startet.      Nun   müsst   ihr   den   Kabelbinder   nur   noch   an   eurer   Startrampe   festbinden,   und   ihr   seid startklar   -   zumindest   wenn   ihr   den   Fallschirm   und   euer   Fallschirmsystem   bereits   an   eurer   Wasserrakete   befestigt   habt. Die   folgende   Fotoreihe   zeigt   die   Arbeitsweise   der   Systeme   anhand   eines   Phönix   6   Systems   -   jedoch   sind   die   Abläufe beim Phönix RDS System genau gleich.
Spitze möglichst lang 3cm  ca. 10cm breit
Typisches Aufdrehspielzeug
Fertig modifizierter Tommy Timer
Lackiertes System mit Feuerwerksraketenspitze
Eingeklebte Kunststoffplatten
Aufbau des Phönix RDS Systems
System mit eingebauter Feder und Fallschirm
Hutgummi um das System gewickelt
1) System mit Trigger (Vor dem Start)
2) Timer läuft ab (Startphase)
3) System öffnet sich
4) Fallschirm wird ausgeworfen
Weitere Anleitungen für Fortgeschrittene
WIE GEHT ES WEITER? Schau dir unsere anderen Anleitungen an…
f
Sprache wählen:
Deutsch
Wir   möchten   nicht   nur   leicht   verständliche   Anleitungen   anbieten, sondern    auch    klar    und    transparent    aufzeigen,    von    wem    wir unsere    Denkanstöße,    Ideen    oder    Konstruktionen    haben.    Hier findest   du   Links   zu   allen,   die   zu   diesen   Anleitungen   beigetragen haben   sowie   weiterführende   Links,   die   sich   tiefer   mit   einzelnen Aspekten der hier beschriebenen Schritte beschäftigen.
HAFTUNGSAUSCHLUSS UND SICHERHEIT
Der       Bau       einer       Wasserrakete       erfordert       Präzision       und Gründlichkeit.    Insbesondere    die    verwendeten    Klebstoffe    und Harze     sind     gefährlich.     Daher     sollte     das     Kleben     sowie     das Laminieren   unbedingt   mit   Handschuhen   erfolgen   und   während der   Bearbeitungs-   und   Trocknungszeit   gut   gelüftet   werden.   Der Start       einer       Wasserrakete       benötigt       möglicherweise       eine Fluggenehmigung.    Setze    dich    am    Besten    mit    den    zuständigen Behördern   in   Verbindung.   Der   Start   sollte   auf   einer   Wiese   oder (mit   Erlaubnis)   auf   einem   Feld   erfolgen,   das   weit   weg   von   Straßen, Häusern,   Bäumen   oder   Strommasten   ist.   Beim   Start   sowie   beim Drucktest     ist     eine     Schutzbrille     zu     tragen.     Der     unter     Druck stehenden   Rakete   sollte   man   sich   in   keinem   Fall   nähern.   Der   in den   Anleitungen   beschriebene   Bau   und   Start   einer   Wasserrakete kann   auch   bei   ordnungsgemäßer   Durchführung   und   Handhabung mit   Gefahren   verbunden   sein.   Die   Arbeiten   sollten   daher   in   jedem Fall    durch    erwachsene    Begleitpersonen    betreut    werden.    Wir können    keine    Garantie    für    die    Richtigkeit,    Vollständigkeit    und Durchführbarkeit   der   hier   beschriebenen   Anleitungen   geben.   Wir übernehmen    keine    Haftung    für    Schäden    an    Personen    oder Gegenständen,   die   bei   der   Vorbereitung   und   Durchführung   der Anleitung    entstehen.    Wir    übernehmen    keine    Haftung    für    die Inhalte   verlinkter   Webseiten   und   keine   Garantie   für   die   Zustellung von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
REFERENZEN
U.S. Water Rockets auf YouTube - Ultimate Water Rocket Parachute Deploy Mechanism https://www.youtube.com/watch?v=UnwP3YXOn-I U.S. Water Rockets Webseite - How to construct a Radial Parachute Deploy Mechanism http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/R adial_Deploy/tutorial.htm Aircommando Walldorf auf YouTube - Fallschirmsystem el 1.0 | Review https://www.youtube.com/watch?v=7C4k3HDVM0Y Aircommando Walldorf auf YouTube - Wasserraketen Tutorial: Tommy Timer https://www.youtube.com/watch?v=I7xbnTmoO4o
ANLEITUNGEN FÜR FORTGESCHRITTENE BERGUNGSSYSTEME
PDF PDF
Wenn    ihr    eine    große    Wasserrakete    bauen,    aber nicht     unbedingt     nach     jedem     Start     von     vorne anfangen   wollt,   dann   seid   ihr   hier   genau   richtig. Denn   in   dieser   Anleitung   möchten   wir   euch   zeigen, wie   ihr   ein   Fallschirmsystem   bauen   könnt,   das   eure Wasserrakete        nach        einem        Start        wieder wohlbehalten   auf   den   Boden   zurück   bringt.   Doch fangen   wir   von   vorne   an:   Ein   Fallschirmsystem   ist dafür     zuständig,     den     gefalteten     Fallschirm     im richtigen    Moment    aus    der    Rakete    auszuwerfen. Was       einfach       klingt,       ist       eine       der       wohl anspruchsvollsten                  Aufgaben                  beim Wasserraketenbau     –     denn     das     System     muss zugleich leicht, klein und zuverlässig sein.
DER TOMMY TIMER
Wie   bei   fast   allen   Bereichen   im   Wasserraketenbau gibt   es   auch   hier   verschiedene   Vorgehensweisen. In      dieser      Anleitung      behandeln      wir      lediglich mechanische     Systeme ,     die     mit     sogenannten Tommy    Timern     arbeiten.    Diese    findet    man    in vielen   Aufdrehspielzeugen,   die   im   Spielwarenladen oder   im   Internet   erhältlich   sind.   Nachdem   ihr   den Timer   aus   seinem   Gehäuse   befreit   habt,   könnt   ihr alle   unnötigen   Teile   und   Rädchen   mit   einer   Zange entfernen.   Der   Griff   zum   Aufdrehen   wird   zunächst mehrfach              in              einem              Schraubstock zusammengedrückt,        bis        man        ihn        ohne Schwierigkeiten     abnehmen     kann.     Anschließend wird    der    Stab    des    Tommy    Timers    mithilfe    von zwei   Zangen   um   90°   gebogen .   Der   so   modifizierte Timer        wird        später        das        Herzstück        des Fallschirmsystems    bilden.    Dass    wir    auf    Tommy Timer   setzen,   hat   im   Übrigen   sehr   gute   Gründe: Mechanische    Fallschirmsysteme    sind    einfach    zu bauen        und       zu       reparieren,       sind       meistens wesentlich   leichter    als   elektronische   Systeme   und zudem   um   einiges   günstiger    –   was   vor   allem   dann eine    Rolle    spielt,    wenn    eine    Rakete    doch    mal abstürzt.    Und    wenn    wir    gerade    davon    sprechen: Die    zwei    Systeme,    die    wir    euch    hier    vorstellen, haben   ihre   Zuverlässigkeit      bei   unzähligen   Starts bereits unter Beweis gestellt.
WELCHES SYSTEM FÜR WELCHE RAKETE?
Das    erste    System,    welches    wir    euch    vorstellen möchten,      ist      das      Phönix      6.      Es      ist      eine Weiterentwicklung     unserer     vorherigen     Phönix- Fallschirmsysteme,     welche     den     Fallschirm     zur Seite    auswerfen ,    und    ist    ideal    für    Raketen    mit einem     einzelnen,     großen     Tank     geeignet.     Für Raketen,       welche       aus       mehreren       Drucktank- Segmenten        bestehen,        schlagen        wir        die Verwendung   des   Phönix   RDS   vor.   Dieses   System wurde    ursprünglich    von    unseren    amerikanische Kollegen    U.S.    Water    Rockets     entwickelt,    von    uns jedoch   stark   abgewandelt   und   an   die   mechanische Auslösung angepasst.
PHÖNIX 6
Für   den   Bau   eures   Phönix   6   Seitenauswurfsystems benötigt   ihr   zunächst   zwei   Flaschen    vom   selben Typ,   den   ihr   auch   für   den   Bau   eures   Drucktanks verwendet   habt.   Von   einer   der   Flaschen   schneidet ihr   den   Boden   mit   einer   Schere   ab,   und   entfernt das    Gewinde    mithilfe    einer    Säge.    Nun    wird    eine große     Öffnung      in     den     zylindrischen     Teil     der Flasche   geschnitten,   die   in   unserem   Fall   ungefähr 10cm   breit   ist   und   nach   unten   noch   gut   3cm   Platz lässt.    Bei    einer    kleinere    Flasche    ist    die    Öffnung natürlich   entsprechend   kleiner.   Diese   Flasche   wird später       die       sogenannte       Fallschirmkammer   werden.    Als    nächstes    solltet    ihr    euch    überlegen, wie    die    Spitze    eures    Fallschirmsystem    aussehen sollte.     Ihr     könnt     beispielsweise     einen     halben Tischtennisball    mit    Epoxidharz    aufkleben,    oder die    obere    Öffnung    weiter    vergrößern    und    eine Feuerwerksraketenspitze   hineinstecken.   Von   der zweiten   Flasche   werden   nun   ebenfalls   der   Boden und     der     Hals     entfernt.     Der     übrig     gebliebene zylindrische   Teil   wird   in   zwei   gleich   große   Stücke geschnitten.   Wir   benötigen   nur   eines   dieser   Stücke um es als Fallschirmtüre  zu verwenden. Solltet     ihr     planen,     euer     Fallschirmsystem     zu lackieren ,   dann   ist   jetzt   die   Zeit   gekommen.   Als erstes   müsst   ihr   sowohl   die   Fallschirmkammer   als auch       die       Fallschirmtüre       mit       Schleifpapier abschleifen   sowie   gründlich   reinigen.   Als   nächstes empfehlen        wir        eine        Kunststoffgrundierung aufzusprühen.      Der      eigentliche      Sprühlack,      in unserem      Fall      mattes      dunkelgrau,      wird      erst nachdem       die       Grundierung       getrocknet       ist, aufgetragen.   Eventuell   ist   es   notwendig,   mehrere Schichten aufzutragen. Nachdem   der   Lack   getrocknet   ist,   könnt   ihr   damit anfangen,       zwei       runde       Grundplatten       aus Kunststoff        auszuschneiden.       Wir       verwenden hierfür    beispielsweise    Guttagliss    Hobbycolor.    Die Platten      sollten      gerade      so      in      das      Gehäuse hineinpassen.      Mithilfe      einer      Heißklebepistole können   die   Platten   nun   genau   an   die   Kanten   der Öffnung   geklebt   werden.   Geht   dabei   sparsam   mit dem    Klebstoff    um    und    klebt    die    untere    Platte lediglich von unten an. Nun   kann   der   modifizierte   Tommy   Timer   auf   der Rückseite   des   Gehäuses   befestigt   werden.   Hierzu wird    zunächst    der    Stab    des    Tommy    Timers    von innen   durch   ein   Loch   knapp   oberhalb   der   unteren Grundplatte      gesteckt,      anschließend      wird      der Tommy      Timer      mit      einem      möglichst      kleinen Kabelbinder    von    innen    fixiert.    Die    Fallschirmtüre soll   nun   durch   ein   Hutgummi    in   Position   gehalten werden.   Dazu   wird   eine   Schlaufe   durch   zwei   kleine Löcher    auf    Höhe    der    oberen    Grundplatte    am Gehäuse   befestigt.   Das   Hutgummi   sollte   mehrere Male     sehr     straff     um     das     System     gewickelt   werden,   bevor   es   am   Tommy-Timer-Stab   eingehakt wird. Um    dafür    zu    sorgen,    dass    der    Fallschirm    auch wirklich    aus    dem    Fallschirmsystem    ausgeworfen wird,   benötigen   wir   noch   eine   Feder .   Hierfür   kann einfach     ein     Flaschenstück     einer     Einwegflasche verwendet   werden.   Dieses   wird   mithilfe   von   Draht am   Gehäuse   befestigt   werden.   Alternativ   könnt   ihr auch   das   gesamte   zylindrische   Flaschenstück   mit Heißklebestoff   in   das   System   einkleben.   Bei   dieser Variante     müsst     ihr     aber     aufpassen,     dass     der Fallschirm   beim   Einlegen   in   das   System   nicht   nach hinten   verrutscht.   Die   Fallschirmtüre   könnt   ihr   mit Hutgummi   am   Fallschirm   befestigen.   Doch   bevor wir    den    Bau    des    Fallschirmsystem    fertigstellen können,   werfen   wir   nun   einen   Blick   auf   das   zweite Fallschirmsystem,     welches     wir     euch     vorstellen möchten…
PHÖNIX RDS
Das    Radialauswurfsystem    Phönix    RDS    besteht aus   noch   weniger   Komponenten   als   das   Phönix   6. Hauptbestandteil       ist       ein       dünner,       flexibler Kunststoffmantel ,   wie   er   bei   Dokumentenhüllen und    Mappen    zu    finden    ist.    An    einer    Ecke    des Mantels       wird       nun       mithilfe       zweier       kleiner Kabelbinder      der      modifizierte      Tommy      Timer befestigt.    An    der    gegenüberliegenden    Ecke    wird nun     eine     lange     Hutgummi-Schlaufe      befestigt. Zum      weiteren      Zusammenbau      des      Systems benötigt    ihr    nun    euren    Segment-Drucktank.    Den Mantel     legt     ihr     nun     um     die     Übergangsstelle zweier      Segmente ,      anschließend      wickelt      ihr mehrere   Male   das   Hutgummi   straff   darum,   bevor es     am     Tommy-Timer-Stab     eingehakt     wird.     Ein weiteres    Hutgummi    wird    zwischen    dem    Mantel und     der     Raketenspitze     gespannt.     Dieses     sorgt dafür,   dass   der   Mantel   nach   oben   weg   gezogen   wird,    sobald    das    System    auslöst.    Nun    ist    das System     bereits     auf     demselben     Stand     wie     das Phönix      6      System,      dessen      Bau      wir      zuvor beschrieben   haben.   Die   nun   folgenden   Bauschritte sind für beide Systeme identisch.
FERTIGSTELLUNG
Damit   das   Hutgummi   nicht   über   die   Biegung   am Stab    rutscht,    wird    mithilfe    von    Sekunden-    oder Zweikomponentenklebstoff    ein    Kabelbinderkopf   an     diese     Stelle     geklebt.     Der     Timer     kann     nun aufgezogen     werden.     Nachdem     dem     Loslassen sollte      dieser      ablaufen      und      schließlich      das Hutgummi     freigeben.     Seid     beim     Testen     bitte vorsichtig,   denn   beim   Öffnen   des   Systems   wollt   ihr ganz    bestimmt    nicht    das    Gummi    in    die    Augen bekommen.    Nun    besitzt    ihr    ein    System,    welches nach    einer    voreingestellten    Zeit    einen    Fallschirm auswerfen   kann.   Doch   wie   wird   der   Tommy   Timer in   Position   gehalten,   bis   die   Rakete   startet?   Zum Glück   ist   die   Antwort   auf   diese   Frage   ganz   einfach. Ihr      benötigt      einfach      einen      etwas      größeren Kabelbinder,    von    dem    ihr    ein    Stück    abschneidet und    den    ihr    unter    den    Befestigungskabelbinder des    Tommy    Timers    schiebt.    Dieser    sogenannte Trigger    hält    den    aufgedrehten    Tommy    Timer    in Position,   bis   die   Rakete   startet.      Nun   müsst   ihr   den Kabelbinder      nur      noch      an      eurer      Startrampe festbinden,   und   ihr   seid   startklar   -   zumindest   wenn ihr     den     Fallschirm     und     euer     Fallschirmsystem bereits   an   eurer   Wasserrakete   befestigt   habt.   Die folgende    Fotoreihe    zeigt    die    Arbeitsweise    der Systeme   anhand   eines   Phönix   6   Systems   -   jedoch sind   die   Abläufe   beim   Phönix   RDS   System   genau gleich.
Spitze möglichst lang 3cm  ca. 10cm breit
Typisches Aufdrehspielzeug
Fertig modifizierter Tommy Timer
Lackiertes System mit Feuerwerksraketenspitze
Eingeklebte Kunststoffplatten
Aufbau des Phönix RDS Systems
System mit eingebauter Feder und Fallschirm
Hutgummi um das System gewickelt
1) System mit Trigger (Vor dem Start)
2) Timer läuft ab (Startphase)
3) System öffnet sich
4) Fallschirm wird ausgeworfen
Weitere Anleitungen für Fortgeschrittene
WIE GEHT ES WEITER? Schau dir unsere anderen Anleitungen an…
STARTSEITE
ÜBER UNS
ARTIKEL
STARTS
RAKETEN
ANLEITUNGEN
KONTAKT
STARTSEITE
ÜBER UNS
ARTIKEL
STARTS
RAKETEN
ANLEITUNGEN
KONTAKT
RAKETFUED ROCKETS