WASSERRAKETEN REKORDE IN DEUTSCHLAND
Klasse 1: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer einzigen PET-Flasche besteht. Die Klasse 1 ist durch unterschiedliche Drucktankgrößen in verschiedene Unterklassen (A,B,C,D) eingeteilt. Der Luftdruck darf nur mit einer mechanischen Pumpe erzeugt werden. Klasse 2: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer oder mehreren PET-Flasche(n)/Flaschenteilen besteht. Das Tankvolumen ist nicht begrenzt, eine Laminierung des Drucktanks mit GFK oder CFK ist zulässig. Die Rakete darf mit maximal 1,5 Liter Wasser betankt werden und der Luftdruck darf nur mit einer mechanischen Pumpe erzeugt werden. Eine Launchtube darf verwendet werden (maximale Länge der Launchtube: 10 cm, gemessen ab Düsenaustrittsöffnung)
3) TECHNISCHE VORGABEN 3.1) Aufbau der Rakete: Alle Einzelkomponenten (Drucktank bei Klasse 2/3/4, Spitze, Leitwerke, Bergungssystem) müssen selbst gebaut worden sein. Während der Start-, Flug- und Landephase dürfen sich keine Teile unkontrolliert von der Rakete lösen. Teile, die kontrolliert gelöst werden (z.B. Booster) müssen sicher landen (Bergungssystem). Die Rakete muss mit einem Bergungssystem ausgestattet und mehrfach verwendbar sein. 3.2) Antrieb der Rakete: Die Rakete darf nur mit Wasser und Luft angetrieben werden. Der Druck und das Mischungsverhältnis zwischen Luft und Wasser sind frei wählbar (ausgenommen Klasse 2: Hier beträgt das maximale Wasservolumen 1,5 Liter). Zur Erzeugung von Schaum darf sich in dem Wasser zusätzlich biologisch abbaubares Spülmittel/Seife befinden. 3.3) Die Startrampe: Die Startrampe muss über einen Auslösemechanismus verfügen, der einen sicheren kontrollierten Start der Rakete gewährleistet. Ein System, das bei Erreichen eines Maximaldrucks automatisch startet (z. B. Korken), ist aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Die Startrampe darf bei den Klassen 2, 3 und 4 mit einer Launchtube (Rohr innerhalb der Rakete) ausgestattet sein. Die Launchtube darf beim Start nicht beschädigt und nicht von der Startrampe gelöst werden. 3.4) Bergung der Rakete: Das Bergungssystem muss so aufgebaut sein, dass die Rakete unbeschadet landet. Zum Auslösen des Bergungssystems können unterschiedliche Techniken (elektronisch, mechanisch) eingesetzt werden. Pyrotechnische Systeme sind nicht zulässig. Es dürfen sowohl industriell hergestellte als auch selbst gebaute Fallschirme eingesetzt werden. 4) FLUG UND REKORDMELDUNG 4.1) Der Start: Die Rakete muss von einer am Boden stehenden Startrampe sicher gestartet werden und unbeschadet landen. 4.2) Messung der Flughöhe: Die Höhe muss mit einem luftdruckbasierten Höhenmesser gemessen werden. Der Höhenmesser muss kommerziell erwerbbar sein oder von einem vertrauenswürdigen Forschungsinstitut stammen, sowie die Flugdaten grafisch darstellen können. Eigenbauten sind nicht zulässig. 4.3) Dokumentation des Flugs: Der Flug muss mit einem Foto, einem Video und den grafisch dargestellten Flugdaten (Flugkurve) dokumentiert werden. Auf dem Foto muss die Rakete vollständig abgebildet und zu erkennen sein. Der Film muss vom Boden aus erstellt werden, und den Start, Flug und die Landung vollständig belegen. Optional kann eine Onboard- Kamera, die den Film aus Sicht der Rakete erstellt, verwendet werden. 4.4) Anmelden eines Höhenrekords im Forum: Für die Anmeldung eines Höhenrekords ist die Mitgliedschaft im Forum erforderlich. Ein Höhenrekord kann nur in einer Rekordklasse angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt durch Einreichen (Posten) einer ZIP-Datei, die alle erforderlichen Unterlagen (Ausgefülltes Formular, grafische Darstellung der Flugdaten (Flugkurve), Boden-Video und Fotos) beinhaltet. Bei unvollständigen Unterlagen oder berechtigten Zweifel an deren Richtigkeit kann die Meldung abgewiesen werden. 5) SONSTIGES Dieses Regelwerk ist in Teilen an das Regelwerk WRA2 (Water Rocket Achievement World Record Association) angelehnt, wurde jedoch stark angepasst. Das Aufstellen eines Weltrekords ist mit dem hier aufgeführten Regelwerk nicht möglich. Version 01 - 14.08.2016 
Klasse 3: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer oder mehreren PET-Flasche(n)/Flaschenteilen besteht. Das Tankvolumen ist nicht begrenzt, eine Laminierung des Drucktanks mit GFK oder CFK ist zulässig. Der Luftdruck darf mit einer mechanischen Pumpe und anderweitig erzeugt werden. Eine Launchtube darf verwendet werden. Klasse 4: Einstufige Wasserraketen, die nicht auf Flaschenbasis bestehen, sowie mehrstufige oder Cluster-Raketen ohne weitere Einschränkungen.
Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 1A 1B 1C 1D Max. Tankvolumen (in l) Max. Wasservolumen (in l) Einstufige Rakete Mehrstufige Rakete, Booster, Cluster Tank aus einer Flasche Tank aus mehreren Flaschen Tankverstärkung (GFK/CFK) Tank aus anderem Material Druck mit mechanischer Pumpe Anderweitige Druckerzeugung Launch Tube 0,5 1 1,5* 2 Unbeschr. Unbeschr. Unbeschr. Anforderungen 1,5 Unbeschr. Unbeschr. <0,5 <1 <1,5 <2 2* max. 10cm** Technik zugelassen *nur Einwegflaschen **gemessen ab Düsenaustrittsöffnung
REGELWERK ZUR AUFSTELLUNG VON WASSERRAKETEN-HÖHENREKORDEN IN DEUTSCHLAND Das vorliegende Regelwerk wurde von Personen erarbeitet, die langjährige Erfahrungen im Bau und Start von Wasserraketen haben. Es soll faire Wettbewerbsbedingungen zur Aufstellung von Wasserraketen-Höhenrekorden in Deutschland schaffen. Des Weiteren regelt es die Anmeldung der Höhenrekorde in dem Forum www.raketenmodellbau.org (im Folgenden “Forum” genannt). Unabhängig von diesem Regelwerk sind aktuelle Gesetze und behördliche Vorgaben zu beachten. 1) GESETZLICHE VORGABEN Beim Start einer Wasserrakete sind die aktuellen Vorgaben der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) zu beachten (Stand 2016: §19 und §20). Detaillierte Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Behörden und Ämtern. Stellen Sie vor dem Start sicher, dass: · Weder Personen noch Sachen durch den Start, Flug und die Landung der Rakete gefährdet werden · Der Eigentümer des Startplatzes das Starten von Wasserraketen gestattet. · Die durch Gesetze bzw. Verordnungen zulässige Flughöhe nicht überschritten wird. · Bei Inanspruchnahme des kontrollierten Luftraums eine Flugverkehrsfreigabe durch die zuständige Flugverkehrskontrollstelle eingeholt wurde. 2) REKORDKLASSEN Ein Höhenrekord kann in unterschiedlichen Rekordklassen aufgestellt werden. Im Folgenden werden die in den Klassen geltenden Anforderungen und zugelassenen Techniken beschrieben. Heißwasserraketen, bei denen das Wasser im Drucktank zusätzlich erhitzt wird, sind generell nicht zugelassen.
Am 6. Mai 2016 flog die Überflieger Mini Evo unglaubliche 290 Meter hoch - und stellte damit deutschlandweit einen  neuen Wasserraketen-Höhenrekord auf (vorheriger Rekord: 239m). Doch mit der Veröffentlichung des Rekordflugs  wollten wir mehr als Prestige - viel mehr sahen wir uns nun endlich in der Lage, ein neues und einheitliches Regelwerk  aktiv mitzugestalten, das faire Wettbewerbsbedingungen garantieren sollte. Und so kam es, dass wir im Raketenmodellbau-Forum eine Diskussion rund um ein neues Regelwerk ins Leben riefen.  Grundidee war ein 4-Klassen-System, das verschiedene Anforderungsniveaus staffeln sollte. Allerdings war dieses System nicht kompatibel mit einem wesentlich älteren Regelwerk, welches bereits Jahre zuvor entstanden war. So musste ein  guter Kompromiss gefunden werden, was nicht ganz einfach war. Dennoch sind wir stolz, dass die deutsche  Wasserraketen Community nun endlich wieder ein aktuelles und faires Regelwerk besitzt. Unser aktueller Rekord wird  nach diesem Regelwerk nun in Klasse 3 gewertet. An der Modernisierung des Regelwerks haben die langjährigen  Forumsmitglieder WARAausKIEL, AchimO und Oliver Arend mitgewirkt.
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Historie eingetragener Rekorde (nach Klassen sortiert)
1A
1B
1C
1D
2
3
4
87m 13.10.2008 Bäckchen
104m 25.10.2008 Stefan Meyer
109m 08.11.2008 Highflyer
113m 13.10.2008 Robby
126m 18.04.2009 Scorpion_XIII
127m 16.05.2009 Stefan Meyer
160m 20.05.2009 Scorpion_XIII
239m 23.09.2010 O Shovah
290m 06.05.2016 Raketfued
138m 22.11.2012 Yossarian
WARA REKORDE IN DEUTSCHLAND
Klasse 1: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer einzigen PET-Flasche besteht. Die Klasse 1 ist durch unterschiedliche Drucktankgrößen in verschiedene Unterklassen (A,B,C,D) eingeteilt. Der Luftdruck darf nur mit einer mechanischen Pumpe erzeugt werden. Klasse 2: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer oder mehreren PET- Flasche(n)/Flaschenteilen besteht. Das Tankvolumen ist nicht begrenzt, eine Laminierung des Drucktanks mit GFK oder CFK ist zulässig. Die Rakete darf mit maximal 1,5 Liter Wasser betankt werden und der Luftdruck darf nur mit einer mechanischen Pumpe erzeugt werden. Eine Launchtube darf verwendet werden (maximale Länge der Launchtube: 10 cm, gemessen ab Düsenaustrittsöffnung)
3) TECHNISCHE VORGABEN 3.1) Aufbau der Rakete: Alle Einzelkomponenten (Drucktank bei Klasse 2/3/4, Spitze, Leitwerke, Bergungssystem) müssen selbst gebaut worden sein. Während der Start-, Flug- und Landephase dürfen sich keine Teile unkontrolliert von der Rakete lösen. Teile, die kontrolliert gelöst werden (z.B. Booster) müssen sicher landen (Bergungssystem). Die Rakete muss mit einem Bergungssystem ausgestattet und mehrfach verwendbar sein. 3.2) Antrieb der Rakete: Die Rakete darf nur mit Wasser und Luft angetrieben werden. Der Druck und das Mischungsverhältnis zwischen Luft und Wasser sind frei wählbar (ausgenommen Klasse 2: Hier beträgt das maximale Wasservolumen 1,5 Liter). Zur Erzeugung von Schaum darf sich in dem Wasser zusätzlich biologisch abbaubares Spülmittel/Seife befinden. 3.3) Die Startrampe: Die Startrampe muss über einen Auslösemechanismus verfügen, der einen sicheren kontrollierten Start der Rakete gewährleistet. Ein System, das bei Erreichen eines Maximaldrucks automatisch startet (z. B. Korken), ist aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Die Startrampe darf bei den Klassen 2, 3 und 4 mit einer Launchtube (Rohr innerhalb der Rakete) ausgestattet sein. Die Launchtube darf beim Start nicht beschädigt und nicht von der Startrampe gelöst werden. 3.4) Bergung der Rakete: Das Bergungssystem muss so aufgebaut sein, dass die Rakete unbeschadet landet. Zum Auslösen des Bergungssystems können unterschiedliche Techniken (elektronisch, mechanisch) eingesetzt werden. Pyrotechnische Systeme sind nicht zulässig. Es dürfen sowohl industriell hergestellte als auch selbst gebaute Fallschirme eingesetzt werden. 4) FLUG UND REKORDMELDUNG 4.1) Der Start: Die Rakete muss von einer am Boden stehenden Startrampe sicher gestartet werden und unbeschadet landen. 4.2) Messung der Flughöhe: Die Höhe muss mit einem luftdruckbasierten Höhenmesser gemessen werden. Der Höhenmesser muss kommerziell erwerbbar sein oder von einem vertrauenswürdigen Forschungsinstitut stammen, sowie die Flugdaten grafisch darstellen können. Eigenbauten sind nicht zulässig. 4.3) Dokumentation des Flugs: Der Flug muss mit einem Foto, einem Video und den grafisch dargestellten Flugdaten (Flugkurve) dokumentiert werden. Auf dem Foto muss die Rakete vollständig abgebildet und zu erkennen sein. Der Film muss vom Boden aus erstellt werden, und den Start, Flug und die Landung vollständig belegen. Optional kann eine Onboard-Kamera, die den Film aus Sicht der Rakete erstellt, verwendet werden. 4.4) Anmelden eines Höhenrekords im Forum: Für die Anmeldung eines Höhenrekords ist die Mitgliedschaft im Forum erforderlich. Ein Höhenrekord kann nur in einer Rekordklasse angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt durch Einreichen (Posten) einer ZIP-Datei, die alle erforderlichen Unterlagen (Ausgefülltes Formular, grafische Darstellung der Flugdaten (Flugkurve), Boden-Video und Fotos) beinhaltet. Bei unvollständigen Unterlagen oder berechtigten Zweifel an deren Richtigkeit kann die Meldung abgewiesen werden. 5) SONSTIGES Dieses Regelwerk ist in Teilen an das Regelwerk WRA2 (Water Rocket Achievement World Record Association) angelehnt, wurde jedoch stark angepasst. Das Aufstellen eines Weltrekords ist mit dem hier aufgeführten Regelwerk nicht möglich. Version 01 - 14.08.2016 
Klasse 3: Einstufige Wasserraketen, bei denen der Drucktank aus einer oder mehreren PET- Flasche(n)/Flaschenteilen besteht. Das Tankvolumen ist nicht begrenzt, eine Laminierung des Drucktanks mit GFK oder CFK ist zulässig. Der Luftdruck darf mit einer mechanischen Pumpe und anderweitig erzeugt werden. Eine Launchtube darf verwendet werden. Klasse 4: Einstufige Wasserraketen, die nicht auf Flaschenbasis bestehen, sowie mehrstufige oder Cluster-Raketen ohne weitere Einschränkungen.
REGELWERK ZUR AUFSTELLUNG VON WASSERRAKETEN- HÖHENREKORDEN IN DEUTSCHLAND Das vorliegende Regelwerk wurde von Personen erarbeitet, die langjährige Erfahrungen im Bau und Start von Wasserraketen haben. Es soll faire Wettbewerbsbedingungen zur Aufstellung von Wasserraketen-Höhenrekorden in Deutschland schaffen. Des Weiteren regelt es die Anmeldung der Höhenrekorde in dem Forum www.raketenmodellbau.org (im Folgenden “Forum” genannt). Unabhängig von diesem Regelwerk sind aktuelle Gesetze und behördliche Vorgaben zu beachten. 1) GESETZLICHE VORGABEN Beim Start einer Wasserrakete sind die aktuellen Vorgaben der Luftverkehrs- Ordnung (LuftVO) zu beachten (Stand 2016: §19 und §20). Detaillierte Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Behörden und Ämtern. Stellen Sie vor dem Start sicher, dass: · Weder Personen noch Sachen durch den Start, Flug und die Landung der Rakete gefährdet werden · Der Eigentümer des Startplatzes das Starten von Wasserraketen gestattet. · Die durch Gesetze bzw. Verordnungen zulässige Flughöhe nicht überschritten wird. · Bei Inanspruchnahme des kontrollierten Luftraums eine Flugverkehrsfreigabe durch die zuständige Flugverkehrskontrollstelle eingeholt wurde. 2) REKORDKLASSEN Ein Höhenrekord kann in unterschiedlichen Rekordklassen aufgestellt werden. Im Folgenden werden die in den Klassen geltenden Anforderungen und zugelassenen Techniken beschrieben. Heißwasserraketen, bei denen das Wasser im Drucktank zusätzlich erhitzt wird, sind generell nicht zugelassen.
Am 6. Mai 2016 flog die Überflieger Mini Evo  unglaubliche 290 Meter hoch - und stellte damit  deutschlandweit einen neuen Wasserraketen  Höhenrekord auf (vorheriger Rekord: 239m). Doch  mit der Veröffentlichung des Rekordflugs wollten  wir mehr als Prestige - viel mehr sahen wir uns nun endlich in der Lage, ein neues und einheitliches  Regelwerk aktiv mitzugestalten, das faire  Wettbewerbsbedingungen garantieren sollte. Und so kam es, dass wir im Raketenmodellbau  Forum eine Diskussion rund um ein neues  Regelwerk ins Leben riefen. Grundidee war ein  4Klassen-System, das verschiedene  Anforderungsniveaus staffeln sollte. Allerdings war dieses System nicht kompatibel mit einem  wesentlich älteren Regelwerk, welches bereits  Jahre zuvor entstanden war. So musste ein guter  Kompromiss gefunden werden, was nicht ganz  einfach war. Dennoch sind wir stolz, dass die  deutsche Wasserraketen Community nun endlich  wieder ein aktuelles und faires Regelwerk besitzt.  Unser aktueller Rekord wird nach diesem  Regelwerk nun in Klasse 3 gewertet. An der  Modernisierung des Regelwerks haben die  langjährigen Forumsmitglieder WARAausKIEL,  AchimO und Oliver Arend mitgewirkt.
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