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Auf   dieser   Seite   erklären   wir   ausführlich   den   Aufbau   einzelner   Komponenten   unserer   Wasserraketen.   Klicke   einfach   auf die   Beschriftungen   in   der   Zeichnung,   um   schnell   zur   gewünschten   Anleitung   zu   gelangen.   Die   Seite   befindet   sich   derzeit noch im Aufbau, weshalb noch nicht alle Anleitungen verfügbar sind.
Flasche
353 473 120° 315 120 138 555
1) PLANUNG DER BAUPHASE
Der    Bau    einer    guten    Wasserrakete    beginnt    weit    vor    dem    Vorbereiten    der Flaschen,   sogar   weit   vor   dem   Einkaufen   der   Materialien.   Der   Bau   einer   guten Wasserrakete    beginnt    mit    der    Planung,    denn    nur    wenn    du    dein    Vorgehen planst kannst du auch eine Rakete bauen, bei der wirklich alles stimmt. In   dieser   Anleitung   möchten   wir   unsere   Erfahrungen,   die   wir   in   den   letzten Jahren   gesammelt   haben,   mit   euch   teilen.   Dabei   legen   wir   besonderen   Wert   auf die   Wahl   der   Bauweise,   welche   einen   großen   Einfluss   auf   die   Flugeigenschaften der Rakete hat.
4) DIE STARTRAMPE (FBL)
WARAS FÜR FORTGESCHRITTENE

---   ANLEITUNGEN ZU EINZELNEN BAUTEILEN   ---

Doch    bevor    ihr    den    Drucktank    in    eurer    Wasserrakete    verwenden    könnt,    muss    dieser    zunächst    noch    den    Drucktest bestehen.   Dazu   wird   der   Tank   fast   vollständig   mit   Wasser   befüllt   und   anschließend   hinter   eine   Barriere    gelegt.   Um   Druck aufzubauen   könnt   ihr   entweder   eure   Startrampe   benutzen,   oder   aber   auch   ein   Schlauchsystem   auf   Gardena-Basis.   Ein Drucktank,   welcher   mit   zwei   Lagen   Glasfasergewebe   versehen   wurde,   kann   bis   zu   18   bar    aushalten,   ein   nicht-verstärkter Tank   gut   die   Hälfte.   Das   hängt   aber   immer   davon   ab,   wie   sorgfältig   ihr   gearbeitet   habt.   Auf   jeden   Fall   solltet   ihr   aber   den Tank so gut testen, dass ihr beim gewünschten Startdruck auch wirklich sicher seid, dass nichts passieren wird. Hat euer Tank den Test überstanden, so ist dieser nun endlich für die Verwendung in eurer Rakete bereit.
Bevor   ihr   mit   dem   Bau   eures   Drucktanks   beginnt,   solltet   ihr   einen   groben   Plan für   eure   Wasserrakete   haben.   Dafür   empfehlen   wir   euch   unsere   extra   dafür erstellte   Anleitung   über   die   Bauweise   einer   Wasserrakete .   Egal,   für   welche   der aufgeführten   Bauweisen   ihr   euch   entscheidet,   der   grundsätzliche   Aufbau   eines Drucktanks      ist      immer      gleich:      Mehrere      Kunststoff-Flaschen      werden miteinander     kombiniert .     Doch     nicht     jeder     Flaschentyp     ist     für     den Wasserraketenbau   geeignet.   Denn   zum   einen   müssen   die   Flaschen   möglichst stabil   sein,   zum   anderen   sollten   sie   ein   möglichst   langes,   zylinderförmiges Stück    besitzen.   Bewährt   haben   sich   zum   Beispiel   Mehrwegflaschen   von   Mezzo Mix     oder     Apollinaris.     Um     die     einzelnen     Flaschen     nun     miteinander     zu kombinieren,   gibt   es   verschiedene   Verfahren.   In   der   Regel   werden   die   Flaschen zugeschnitten      und      miteinander      verklebt .      Mehrere      so      entstandene Drucktanks      können      aber      auch      mittels      spezieller      Verbindungsstücke zusammengeschraubt    werden.    In    diesem    Video    zeigen    wir    den    Bau    eines Segment-Tanks     mit     6     Klebestellen.     Die     Bauweise     und     die     Anzahl     der Klebestellen   eures   Drucktanks   ist   euch   aber   natürlich   selbst   überlassen.   Dazu müssen    jedoch    erst    einmal    die    Flaschen    vorbereitet    werden.    Von    fünf    der sieben    Flaschen    wird    mithilfe    einer    Schere    der    Flaschenboden    und    der Flaschenhals   abgetrennt ,   von   zwei   weiteren   Flaschen   lediglich   der   Boden. Natürlich   hängt   die   Anzahl   der   Flaschen   aber   von   der   Größe   eures   Drucktanks ab.
Beim    Schneiden    kann    es    helfen,    mit    einem    wasserlöslichen    Folienstift    und    einem    Blatt    Papier    die    Schnittstelle vorzuzeichnen .   Statt   einer   Schere   kann   auch   eine   Vorrichtung,   bestehend   aus   einer   Bohrmaschine   und   einem   Cutter, genutzt werden.  In jedem Fall sollte eine möglichst gerade Schnittkante  gewährleistet sein.
Flaschen schneiden mit der Schere
Alternative: Bohrmaschinen-Vorrichtung
Drehen der Flaschen auf einem heißen Bügeleisen
Um   die   einzelnen   Flaschenstücke   nun   zusammenzufügen,   müssen   diese   nun   an jeweils   einer   Seite   leicht   verengt   werden.   Für   das   Verengen    eignet   sich   bei unseren   Apollinaris-Flaschen   vor   allem   die   etwas   stabilere   Seite,   von   der   auch der    Boden    abgetrennt    wurde,    da    die    Flaschenform    leicht    konisch    ist.    Zuvor sollte   die   entsprechende   Seite   auf   einem   heißen   Bügeleisen    gedreht   werden, bis   sich   der   Rand   leicht   nach   innen   biegt.   Das   Verengen   der   Flaschen   erfolgt   in ca.   2,5cm   tiefem,   heißem   Wasser ,   in   das   die   Flaschenenden   für   einen   Moment getaucht    werden.    Je    nach    Temperatur    kann    das    Ganze    nur    1-2    Sekunden dauern.     Wartet     man     zu     lange,     wird     die     Verengung     so     stark,     dass     das Flaschenstück     unbrauchbar     wird.     Idealerweise     sollten     sich     die     einzelnen Flaschenstücke    geradeso    ineinanderschieben    lassen.    Ist    ein    Teil    zu    stark verengt,   sollte   man   es   ersetzen   bevor   mit   dem   nächsten   Schritt   fortgefahren wird.   Vor   dem   Kleben   sollte   der   verengte   Bereich   mit   Sandpapier   von   außen angeraut    werden.    Die    anderen    Flaschenenden    werden    von    innen    angeraut. Außerdem sollten die Flaschen noch mit Aceton gereinigt werden.
Zum   Kleben   eignet   sich   Klebstoff   auf   Polyurethan-Basis .   Doch   Achtung:   Nicht jeder   Klebstoff   ist   geeignet.   Während   beispielsweise   PL   Premium ,    Ponal   PUR   12   oder    Soudal    Pro    45P     sehr    gut    zum    Kleben    geeignet    sind,    besitzen    andere Klebstoffe      wie      beispielsweise      Sikaflex      11FC       hauptsächlich      dichtende Eigenschaften.   Dennoch   kann   und   soll   dieser   Klebstoff   verwendet   werden   allerdings    nur,    wenn    eine    anschließende    Glasfaser-    oder    Carbonverstärkung geplant   ist,   die   dann   den   Tank   anstatt   des   Klebstoffes   zusammenhält.   So   kann der maximale Druck von 8-9 bar nochmals deutlich erhöht werden. Für    das    Kleben    der    Tanks    ist    eine    Vorrichtung    empfohlen,    die    den    Tank    in Position   hält.   Einmalhandschuhe   sind   unverzichtbar ,   da   der   Kontakt   mit   dem Klebstoff   vermieden   werden   sollte.   Zudem   sollte   der   Raum,   in   dem   ihr   arbeitet, gut   belüftet   sein.   Der   Klebstoff   wird   nun   auf   beide   Drucktank-Teile   aufgetragen und   gleichmäßig   verteilt.   Die   zu   klebenden   Bereiche   können   mit   Klebeband abgegrenzt    werden,    um    später    Rückstände    auf    dem    Tank    zu    vermeiden. Anschließend   werden   die   Teile   vorsichtig   zusammengeschoben.   Um   optimale Ergebnisse   zu   erreichen   sollten   die   Teile   während   dem   Zusammenschieben nicht    gedreht    werden .    Der    überschüssige    Klebstoff    kann    für    die    nächste Klebestelle        wiederverwendet        werden.        Wenn        alle        Flaschenstücke zusammengefügt   wurden,   ist   es   wichtig   den   Tank   gerade   auszurichten.   Dazu wird   dieser   um   seine   eigene   Achse   gedreht.   Anschließend   sollte   der   Tank   zwei bis   drei   Tage   lang   trocknen .   Falls   ihr   keine   Verstärkung   mit   Glasfaser-   oder Carbongewebe    plant,    könnt    ihr    nun    mit    dem    Drucktest    fortfahren.    Wie    das funktioniert,   das   erklären   wir   etwas   weiter   unten.   Solltet   ihr   aber   planen,   den Tank   zu   laminieren,   dann   liegt   noch   etwas   Arbeit   vor   euch:   Der   gesamte   Tank muss zuvor angeraut werden.
Vorsichtiges Auftragen des Klebstoffes
Zusammenfügen ohne die Stücke zu drehen
Klebstoff für nächste Klebestelle wiederverwenden
Glasfasergewebe   wird   üblicherweise   in   Rollen   geliefert.   Von   dieser   Rolle   könnt ihr   mit   einer   großen   Schere   das   benötigte   Gewebe   abschneiden.   Das   Gewebe sollte    etwas    mehr    als    zwei    Mal    um    den    Drucktank    gewickelt    werden,    die aufgezeichneten Maße betragen also: Länge des Tanks x 6,4 Flaschendurchmesser.
Beim    Zuschneiden     ist    es    wichtig,    darauf    zu    achten,    dass    die    Fasern    des Gewebes   nicht   herausgezogen   werden   und   dass   die   Gewebestruktur   intakt bleibt.    An   den   Enden   kann   das   Gewebe   eingeschnitten   werden,   sodass   sich   das Gewebe besser an die Flaschenform anpasst. Zum    Laminieren    benötigt    ihr    eine    Vorrichtung,    auf    die    ihr    euren    Drucktank stecken   könnt.   Dafür   eignet   sich   beispielsweise   ein   PVC-Rohr.   Auch   hier   solltet ihr   Handschuhe   tragen   und   den   Raum   gut   belüften.   Das   Harz   wird   im   auf   der Verpackung    angegebenen    Verhältnis    gemischt.    Anschließend    wird    mit    einer Walze    das    Harz    auf    den    Drucktank    aufgetragen .    Sollte    euer    Flaschentyp kleinere   Rillen   haben,   könnt   ihr   diese   nun   mit   einzelnen   Glasfasern   ausfüllen (man   spricht   von   sogenannten   Fillelements).   Nun   kann   das   Gewebe   vorsichtig an   den   Tank   angelegt    werden.   Dabei   wird   der   Tank   immer   etwas   weiter   auf   der Vorrichtung   gedreht,   und   das   Harz   mit   der   Walze   durch   das   Gewebe   gedrückt, bis   die   Struktur   durchsichtig   wird.   Ab   und   zu   müsst   ihr   etwas   Harz   hinzufügen, aber   geht   sparsam   damit   um.   An   den   Enden   des   Tanks   muss   beim   Laminieren besonders   vorsichtig   vorgegangen   werden.   Hierbei   kann   es   hilfreich   sein,   nach der   Fertigstellung   eine   einzelne   Faser   um   die   dünnste   Stelle   am   Flaschenhals   zu wickeln.   Nachdem   das   Gewebe   ganz   um   den   Tank   gewickelt   wurde,   muss   der Tank   nun   trocknen.   Bis   zum   Drucktest   sollte   aus   Sicherheitsgründen   eine   Woche gewartet    werden.    In    dieser    Zeit    können    aber    einzelne    abstehende    Fasern entfernt   und   der   Tank   an   nötigen   Stellen   mit   Nasschleifpapier    abgeschliffen werden. Wichtig ist es hierbei, nicht die Struktur des Gewebes zu zerstören.
Einschneiden des Gewebes
Anbringend der Fillelements
Das Harz wird mit der Walze durch das Gewebe gedrückt
3) FALLSCHIRMSYSTEM
Überschätze    deine    eigenen    Fähigkeiten    nicht.    Fange    klein    an    und steigere dich langsam. Je    größer    die    Rakete    ist,    desto    mehr    Klebestellen    besitzt    sie.    Damit steigt   die   Zahl   der   potentiellen   Schwachstellen.   Anfänger   sollten   daher kleinere Raketen bauen. Überlege also zuerst, wie groß deine Rakete ungefähr werden sollte. Halte dich bei der weiteren Planung an das Motto „Keep it simple!“ Insbesondere solltest du beim Bau berücksichtigen: Die Reduzierung des Leergewichts Die Optimierung der Flugeigenschaften Die Verbesserung der Zuverlässigkeit Entscheide   dich   für   eine   Bauweise.   Wir   stellen   dir   im   folgenden   Absatz zwei sehr effektive Methoden vor.
Die   Flügel   sollten   aus   einen   möglichst   leichten   Material   sein,   beispielsweise Hohlkammerplatten.     Die     Flügel     sollten     keinesfalls     zu     groß     sein,     da     sie ansonsten   die   Flugeigenschaften   der   Rakete   negativ   beeinträchtigen   können. Bei     der     Form     sollte     man     sich     an     typischen     Beispielen     orientieren,     die Luftverwirbelungen   bestmöglich   vermeiden.   Um   noch   mehr   Gewicht   zu   sparen ist   es   sinnvoll,   nur   drei   statt   vier   Flügel   an   der   Rakete   anzubringen.   Da   die Flügel   allerdings   erst   nach   der   Fertigstellung   des   Drucktanks   eine   Rolle   spielen, kann das Flügeldesign auch erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant werden.
2) Zwei-Segment-Bauweise: Der    Drucktank    besteht    aus    einem    größeren    und    einem kleineren    Segment.    Dies    dient    dazu,    den    Schwerpunkt weiter    nach    oben    zu    verlagern.    Der    auf    diese    Weise gefertigte   Tank   ist   größer   und   schwerer   als   ein   Monotank, doch           ermöglicht           er           den           Einsatz           eines Radialfallschirmsystems,    welches    zwischen    den    beiden Segmenten befestigt wird und federleicht ist.
2) DRUCKTANKS UND VERSTÄRKUNG
Wer   Wasserraketen   bauen   möchte,   die   mehrere   hunderte   Meter   hoch   fliegen können,   der   muss   vor   allem   an   einer   Komponente   arbeiten:   Dem   Drucktank.   In dieser   Anleitung   möchten   wir   euch   zeigen,   wie   ihr   einen   großen   Drucktank   für eure Wasserrakete bauen könnt, und was ihr dabei beachten müsst. Viel Spaß!
TIPPS FÜR DEN BAU DEINER WASSERRAKETE
WAHL DER BAUWEISE
DIE FLÜGEL
TEIL 1: BAUEN VON DRUCKTANKS
TEIL 2: VERSTÄRKUNG DES TANKS (OPTIONAL)
TEIL 3: DER DRUCKTEST
1) Monotankbauweise: Die   Monotankbauweise   beschreibt   den   klassischen   Aufbau einer      Wasserrakete.      Ein      einziger,      großer      Tank      aus mehreren   Flaschenteilen   bildet   das   Herzstück.   Auf   seiner Spitze   sitzt   ein   Fallschirmsystem,   welches   den   Fallschirm entweder   zur   Seite   oder   nach   oben   auswirft.   Durch   den Verzicht    auf    weitere    Flaschenhälse    und    Hohlräume    wird Gewicht gespart.
Die   Wahl   der   Bauweise   bestimmt,   welchen   Fallschirmsystemtyp   du   verwenden   wirst.   Wie   du   so   ein   Fallschirmsystem baust, das erfährst du in einer anderen Anleitung .
HAFTUNGSAUSCHLUSS UND SICHERHEITSHINWEISE
Der   Bau   einer   Wasserrakete   erfordert   Präzision   und   Gründlichkeit.   Insbesondere   die   verwendeten   Klebstoffe   und   Harze   sind   gefährlich.   Daher   sollte   das   Kleben   sowie   das   Laminieren unbedingt    mit    Handschuhen    erfolgen    und    während    der    Bearbeitungs-    und    Trocknungszeit    gut    gelüftet    werden.    Der    Start    einer    Wasserrakete    benötigt    möglicherweise    eine Fluggenehmigung.   Setze   dich   am   Besten   mit   den   zuständigen   Behördern   in   Verbindung.   Der   Start   sollte   auf   einer   Wiese   oder   (mit   Erlaubnis)   auf   einem   Feld   erfolgen,   das   weit   weg von   Straßen,   Häusern,   Bäumen   oder   Strommasten   ist.   Beim   Start   sowie   beim   Drucktest   ist   eine   Schutzbrille   zu   tragen.   Der   unter   Druck   stehenden   Rakete   sollte   man   sich   in   keinem Fall   nähern.   Der   in   den   Anleitungen   beschriebene   Bau   und   Start   einer   Wasserrakete   kann   auch   bei   ordnungsgemäßer   Durchführung   und   Handhabung   mit   Gefahren   verbunden   sein. Die   Arbeiten   sollten   daher   in   jedem   Fall   durch   erwachsene   Begleitpersonen   betreut   werden.   Wir   können   keine   Garantie   für   die   Richtigkeit,   Vollständigkeit   und   Durchführbarkeit   der hier   beschriebenen   Anleitungen   geben.   Wir   übernehmen   keine   Haftung   für   Schäden   an   Personen   oder   Gegenständen,   die   bei   der   Vorbereitung   und   Durchführung   der   Anleitung entstehen. Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte verlinkter Webseiten und keine Garantie für die Zustellung von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
REFERENZEN UND LINKS
Wir   möchten   nicht   nur   leicht   verständliche   Anleitungen   anbieten,   sondern   auch   klar   und   transparent   aufzeigen,   von   wem   wir   unsere   Denkanstöße,   Ideen oder   Konstruktionen   haben.   Hier   findest   du   Links   zu   allen,   die   zu   diesen   Anleitungen   beigetragen   haben   sowie   weiterführende   Links,   die   sich   tiefer   mit einzelnen Aspekten der hier beschriebenen Schritte beschäftigen.
DRUCKTANKS BAUEN: AirCommandRockets Webseite - Asymmetric splice #5 http://aircommandrockets.com/construction_6.htm AirCommandRockets auf YouTube - Water Rocket Bottle Splicing Tutorial https://www.youtube.com/watch?v=y8W3zea92Oo U.S. Water Rockets Webseite - How to splice multiple bottles together to construct a water rocket http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/bottle_splice/tutorial.htm U.S. Water Rockets auf YouTube - How to smake a huge water rocket by splicing bottles together! https://www.youtube.com/watch?v=tGxOnuNxDoQ DRUCKTANKS VERSTÄRKEN: AirCommandRockets auf YouTube - Fiberglassing Boosters for the Polaron G2 rocket https://www.youtube.com/watch?v=LT09fMmPBI0 AirCommandRockets Webseite - Polaron G2 Build Log http://www.aircommandrockets.com/polaronG2.htm Raketen Teufel im Raketenmodellbau-Forum - Neue WARA Teufel 6400 https://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&threadid=619052&page=1 FALLSCHIRMSYSTEME BAUEN: U.S. Water Rockets auf YouTube - Ultimate Water Rocket Parachute Deploy Mechanism https://www.youtube.com/watch?v=UnwP3YXOn-I U.S. Water Rockets Webseite - How to construct a Radial Parachute Deploy Mechanism http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/Radial_Deploy/tutorial.htm Aircommando Walldorf auf YouTube - Fallschirmsystem el 1.0 | Review https://www.youtube.com/watch?v=7C4k3HDVM0Y Aircommando Walldorf auf YouTube - Wasserraketen Tutorial: Tommy Timer https://www.youtube.com/watch?v=I7xbnTmoO4o STARTRAMPE BAUEN: Paul Grosse Webseite - The Copper Tube Launcher http://grosse.is-a-geek.com/paul/h2orocketlaunchercutube.htm Water Rocket Uh Lab Webseite - Launcher Construction in Germany:  http://waterrocket.uh-lab.de/launcher.htm Diskussion zum Copper Tube Launcher im Raketenmodellbau-Forum http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&threadid=3655&page=1 USWaterRockets.com Webseite - How to build a cable tie style water rocket launcher http://www.uswaterrockets.com/construction_&_tutorials/cable_tie_launcher/tutorial.htm AirCommandRockets.com Webseite - Clark Cable Tie Launcher http://www.aircommandrockets.com/construction_9.htm Warafreak im Raketenmodellbau-Forum - Meine neue Startrampe http://www.raketenmodellbau.org/forum?action=viewthread&threadid=801451&page=1
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Wenn   ihr   eine   große   Wasserrakete   bauen,   aber   nicht   unbedingt   nach   jedem Start   von   vorne   anfangen   wollt,   dann   seid   ihr   hier   genau   richtig.   Denn   in   dieser Anleitung   möchten   wir   euch   zeigen,   wie   ihr   ein   Fallschirmsystem   bauen   könnt, das   eure   Wasserrakete   nach   einem   Start   wieder   wohlbehalten   auf   den   Boden zurück   bringt.   Doch   fangen   wir   von   vorne   an:   Ein   Fallschirmsystem   ist   dafür zuständig,    den    gefalteten    Fallschirm    im    richtigen    Moment    aus    der    Rakete auszuwerfen.   Was   einfach   klingt,   ist   eine   der   wohl   anspruchsvollsten   Aufgaben beim   Wasserraketenbau   –   denn   das   System   muss   zugleich   leicht,   klein   und zuverlässig sein.
DER TOMMY TIMER
Wie     bei     fast     allen     Bereichen     im     Wasserraketenbau     gibt     es     auch     hier verschiedene    Vorgehensweisen.    In    dieser    Anleitung    behandeln    wir    lediglich mechanische   Systeme ,   die   mit   sogenannten   Tommy   Timern    arbeiten.   Diese findet    man    in    vielen    Aufdrehspielzeugen,    die    im    Spielwarenladen    oder    im Internet   erhältlich   sind.   Nachdem   ihr   den   Timer   aus   seinem   Gehäuse   befreit habt,   könnt   ihr   alle   unnötigen   Teile   und   Rädchen   mit   einer   Zange   entfernen. Der    Griff    zum    Aufdrehen    wird    zunächst    mehrfach    in    einem    Schraubstock zusammengedrückt,    bis    man    ihn    ohne    Schwierigkeiten    abnehmen    kann. Anschließend   wird   der   Stab   des   Tommy   Timers   mithilfe   von   zwei   Zangen   um 90°    gebogen .    Der    so    modifizierte    Timer    wird    später    das    Herzstück    des Fallschirmsystems   bilden.   Dass   wir   auf   Tommy   Timer   setzen,   hat   im   Übrigen sehr   gute   Gründe:   Mechanische   Fallschirmsysteme   sind   einfach   zu   bauen    und zu   reparieren,   sind   meistens   wesentlich   leichter    als   elektronische   Systeme und   zudem   um   einiges   günstiger    –   was   vor   allem   dann   eine   Rolle   spielt,   wenn eine   Rakete   doch   mal   abstürzt.   Und   wenn   wir   gerade   davon   sprechen:   Die   zwei Systeme,    die    wir    euch    hier    vorstellen,    haben    ihre    Zuverlässigkeit        bei unzähligen Starts bereits unter Beweis gestellt.
WELCHES SYSTEM FÜR WELCHE RAKETE?
Das   erste   System,   welches   wir   euch   vorstellen   möchten,   ist   das   Phönix   6.   Es   ist eine   Weiterentwicklung   unserer   vorherigen   Phönix-Fallschirmsysteme,   welche den   Fallschirm   zur   Seite   auswerfen ,   und   ist   ideal   für   Raketen   mit   einem einzelnen,     großen     Tank     geeignet.     Für     Raketen,     welche     aus     mehreren Drucktank-Segmenten   bestehen,   schlagen   wir   die   Verwendung   des   Phönix   RDS vor.   Dieses   System   wurde   ursprünglich   von   unseren   amerikanische   Kollegen U.S.   Water   Rockets    entwickelt,   von   uns   jedoch   stark   abgewandelt   und   an   die mechanische Auslösung angepasst.
PHÖNIX 6
Für   den   Bau   eures   Phönix   6   Seitenauswurfsystems   benötigt   ihr   zunächst   zwei Flaschen     vom    selben    Typ,    den    ihr    auch    für    den    Bau    eures    Drucktanks verwendet   habt.   Von   einer   der   Flaschen   schneidet   ihr   den   Boden   mit   einer Schere   ab,   und   entfernt   das   Gewinde   mithilfe   einer   Säge.   Nun   wird   eine   große Öffnung    in   den   zylindrischen   Teil   der   Flasche   geschnitten,   die   in   unserem   Fall ungefähr   10cm   breit   ist   und   nach   unten   noch   gut   3cm   Platz   lässt.   Bei   einer kleinere   Flasche   ist   die   Öffnung   natürlich   entsprechend   kleiner.   Diese   Flasche wird   später   die   sogenannte   Fallschirmkammer    werden.   Als   nächstes   solltet ihr   euch   überlegen,   wie   die   Spitze   eures   Fallschirmsystem   aussehen   sollte.   Ihr könnt   beispielsweise   einen   halben   Tischtennisball   mit   Epoxidharz   aufkleben, oder   die   obere   Öffnung   weiter   vergrößern   und   eine   Feuerwerksraketenspitze hineinstecken.   Von   der   zweiten   Flasche   werden   nun   ebenfalls   der   Boden   und der   Hals   entfernt.   Der   übrig   gebliebene   zylindrische   Teil   wird   in   zwei   gleich große   Stücke   geschnitten.   Wir   benötigen   nur   eines   dieser   Stücke   um   es   als Fallschirmtüre  zu verwenden. Solltet   ihr   planen,   euer   Fallschirmsystem   zu   lackieren ,   dann   ist   jetzt   die   Zeit gekommen.   Als   erstes   müsst   ihr   sowohl   die   Fallschirmkammer   als   auch   die Fallschirmtüre    mit    Schleifpapier    abschleifen    sowie    gründlich    reinigen.    Als nächstes     empfehlen     wir     eine     Kunststoffgrundierung     aufzusprühen.     Der eigentliche   Sprühlack,   in   unserem   Fall   mattes   dunkelgrau,   wird   erst   nachdem die    Grundierung    getrocknet    ist,    aufgetragen.    Eventuell    ist    es    notwendig, mehrere Schichten aufzutragen. Nachdem    der    Lack    getrocknet    ist,    könnt    ihr    damit    anfangen,    zwei    runde Grundplatten     aus     Kunststoff      auszuschneiden.     Wir     verwenden     hierfür beispielsweise    Guttagliss    Hobbycolor.    Die    Platten    sollten    gerade    so    in    das Gehäuse   hineinpassen.   Mithilfe   einer   Heißklebepistole   können   die   Platten   nun genau   an   die   Kanten   der   Öffnung   geklebt   werden.   Geht   dabei   sparsam   mit dem Klebstoff um und klebt die untere Platte lediglich von unten an. Nun    kann    der    modifizierte    Tommy    Timer    auf    der    Rückseite    des    Gehäuses befestigt   werden.   Hierzu   wird   zunächst   der   Stab   des   Tommy   Timers   von   innen durch      ein      Loch      knapp      oberhalb      der      unteren      Grundplatte      gesteckt, anschließend   wird   der   Tommy   Timer   mit   einem   möglichst   kleinen   Kabelbinder von   innen   fixiert.   Die   Fallschirmtüre   soll   nun   durch   ein   Hutgummi    in   Position gehalten   werden.   Dazu   wird   eine   Schlaufe   durch   zwei   kleine   Löcher   auf   Höhe der   oberen   Grundplatte   am   Gehäuse   befestigt.   Das   Hutgummi   sollte   mehrere Male   sehr   straff   um   das   System   gewickelt    werden,   bevor   es   am   Tommy- Timer-Stab eingehakt wird. Um     dafür     zu     sorgen,     dass     der     Fallschirm     auch     wirklich     aus     dem Fallschirmsystem   ausgeworfen   wird,   benötigen   wir   noch   eine   Feder .   Hierfür kann   einfach   ein   Flaschenstück   einer   Einwegflasche   verwendet   werden.   Dieses wird   mithilfe   von   Draht   am   Gehäuse   befestigt   werden.   Alternativ   könnt   ihr   auch das    gesamte    zylindrische    Flaschenstück    mit    Heißklebestoff    in    das    System einkleben.   Bei   dieser   Variante   müsst   ihr   aber   aufpassen,   dass   der   Fallschirm beim   Einlegen   in   das   System   nicht   nach   hinten   verrutscht.   Die   Fallschirmtüre könnt   ihr   mit   Hutgummi   am   Fallschirm   befestigen.   Doch   bevor   wir   den   Bau   des Fallschirmsystem    fertigstellen    können,    werfen    wir    nun    einen    Blick    auf    das zweite Fallschirmsystem, welches wir euch vorstellen möchten…
PHÖNIX RDS
Das      Radialauswurfsystem      Phönix      RDS      besteht      aus      noch      weniger Komponenten   als   das   Phönix   6.   Hauptbestandteil   ist   ein   dünner,   flexibler Kunststoffmantel ,   wie   er   bei   Dokumentenhüllen   und   Mappen   zu   finden   ist. An   einer   Ecke   des   Mantels   wird   nun   mithilfe   zweier   kleiner   Kabelbinder   der modifizierte   Tommy   Timer   befestigt.   An   der   gegenüberliegenden   Ecke   wird   nun eine   lange   Hutgummi-Schlaufe    befestigt.   Zum   weiteren   Zusammenbau   des Systems   benötigt   ihr   nun   euren   Segment-Drucktank.   Den   Mantel   legt   ihr   nun um   die   Übergangsstelle   zweier   Segmente ,   anschließend   wickelt   ihr   mehrere Male   das   Hutgummi   straff   darum,   bevor   es   am   Tommy-Timer-Stab   eingehakt wird.   Ein   weiteres   Hutgummi   wird   zwischen   dem   Mantel   und   der   Raketenspitze gespannt.   Dieses   sorgt   dafür,   dass   der   Mantel   nach   oben   weg   gezogen    wird, sobald   das   System   auslöst.   Nun   ist   das   System   bereits   auf   demselben   Stand wie   das   Phönix   6   System,   dessen   Bau   wir   zuvor   beschrieben   haben.   Die   nun folgenden Bauschritte sind für beide Systeme identisch.
FERTIGSTELLUNG
Damit      das      Hutgummi      nicht      über      die      Biegung      am      Stab      rutscht,      wird      mithilfe      von      Sekunden-      oder Zweikomponentenklebstoff    ein    Kabelbinderkopf     an    diese    Stelle    geklebt.    Der    Timer    kann    nun    aufgezogen    werden. Nachdem    dem    Loslassen    sollte    dieser    ablaufen    und    schließlich    das    Hutgummi    freigeben.    Seid    beim    Testen    bitte vorsichtig,   denn   beim   Öffnen   des   Systems   wollt   ihr   ganz   bestimmt   nicht   das   Gummi   in   die   Augen   bekommen.   Nun   besitzt ihr   ein   System,   welches   nach   einer   voreingestellten   Zeit   einen   Fallschirm   auswerfen   kann.   Doch   wie   wird   der   Tommy Timer   in   Position   gehalten,   bis   die   Rakete   startet?   Zum   Glück   ist   die   Antwort   auf   diese   Frage   ganz   einfach.   Ihr   benötigt einfach     einen     etwas     größeren     Kabelbinder,     von     dem     ihr     ein     Stück     abschneidet     und     den     ihr     unter     den Befestigungskabelbinder   des   Tommy   Timers   schiebt.   Dieser   sogenannte   Trigger   hält   den   aufgedrehten   Tommy   Timer   in Position,   bis   die   Rakete   startet.      Nun   müsst   ihr   den   Kabelbinder   nur   noch   an   eurer   Startrampe   festbinden,   und   ihr   seid startklar   -   zumindest   wenn   ihr   den   Fallschirm   und   euer   Fallschirmsystem   bereits   an   eurer   Wasserrakete   befestigt   habt. Die   folgende   Fotoreihe   zeigt   die   Arbeitsweise   der   Systeme   anhand   eines   Phönix   6   Systems   -   jedoch   sind   die   Abläufe beim Phönix RDS System genau gleich.
Spitze möglichst lang 3cm  ca. 10cm breit
Typisches Aufdrehspielzeug
Fertig modifizierter Tommy Timer
Lackiertes System mit Feuerwerksraketenspitze
Eingeklebte Kunststoffplatten
Aufbau des Phönix RDS Systems
Der   beste   Plan,   der   stärkste   Drucktank   und   das   zuverlässigste   Fallschirmsystem nützen   einer   Wasserrakete   relativ   wenig,   wenn   der   Start   schon   scheitert,   bevor er   so   richtig   begonnen   hat.   Um   das   zu   verhindern,   möchten   wir   euch   den   Bau einer   Startrampe   zeigen,   die   nicht   nur   äußerst   stabil   ist,   sondern   auch   in   der Lage   ist   selbst   mehrere   Meter   große   Raketen   zu   betanken   und   ausreichend   zu beschleunigen.      Der   Vorteil   des   hier   vorgestellten   Full   Bore   Launchers   (FBL)   ist, dass   die   gesamte   Flaschenöffnung   des   Drucktanks   genutzt   werden   kann,   um das    Wasser    möglichst    schnell    aus    der    Rakete    zu    pressen,    während    andere Systeme oft kleinere Austrittsöffnungen voraussetzen.
GRUNDGERÜST
Zunächst   einige   Worte   zum   Grundgerüst:   Dieses   besteht   in   unserem   Fall   aus 18mm   dicken   Schichtholz .   Diese   Dicke   ist   auch   mindestens   nötig,   um   die starken   Belastungen   während   dem   Einsatz   auszuhalten.   Aus   dem   Holz   wird nun   das   Grundgerüst   zugesägt,   welches   aus   einer   Grundplatte   und   drei   gleich großen   Standfüßen   besteht.   Die   Standfüße   sollten   an   der   Auflagefläche   eine Bohrung   besitzen,   die   es   später   erlaubt,   die   Startrampe   mittels   Erdhaken    im Boden    zu    veranken.    Nach    dem    Aussägen    werden    die    Standfüße    an    der Grundplatte   festgeschraubt.   Hierbei   solltet   ihr   die   Schraublöcher   unbedingt mit   einem   kleineren   Durchmesser   vorbohren.      Das   Grundgerüst   solltet   ihr   nun zunächst grundieren und anschließend mit Außenlack  versehen.
ROHRSYSTEM
Während    der    Lack    trocknet,    können    wir    uns    nun    um    das    Herzstück    der Startrampe    kümmern    –    das    Rohrsystem,    welches    die    Rakete    später    mit Druckluft    und    Wasser    versorgen    soll.    Dieses    besteht    aus    sogenannten Fittings ,    die    miteinander    verschraubt    wurden.    Verwendet    hierbei    etwas Teflonband,   um   die   Gewinde   gut   abzudichten.   An   den   beiden   Enden   für   die Wasser-     beziehungsweise     Luftversorgung     befinden     sich     Hahnstücke     für Gartenschlauchkupplungen ,    sodass    problemlos    Schläuche    angeschlossen werden   können.   Alternativ   könnt   ihr   auch   Druckluftanschlüsse    verwenden. Auf   der   Seite   des   Luftanschlusses   befindet   sich   ein   Rückschlagventil ,   welches verhindert,    dass    Wasser    in    die    Luftpumpe    gelangt.    Auf    der    anderen    Seite befindet       sich       ein       Kugelhahnventil ,       damit       man       manuell       das Wasserbetankungssystem   abnehmen   kann.   In   der   Mitte   des   Systems   befindet sich   ein   T-Stück,   in   das   ein   kurzes   Rohr   mit   passendem   Gewinde   an   beiden Seiten     geschraubt     wurde.     Das     System     wird     nun     von     unten     an     der Grundplatte   der   Startrampe   befestigt .   Hierzu   verwendet   ihr   am   besten   zwei Rohrschellen  und Gewindestäbe.
Als   nächstes   kümmern   wir   uns   um   das   Verbindungstück   zwischen   Rakete   und Startrampe.   Dieses   besteht   aus   einem   Kupferrohr    mit   22mm   Durchmesser, an   dessen   einen   Ende   ein   Adapter    auf   das   Rohrsystem   befestigt   wurde.   Auf der   anderen   Seite   wird   eine   Reduziermuffe   von   28mm   auf   22mm   angebracht. Die   Befestigung   erfolgt   durch   Löten .   Zunächst   werden   hierfür   die   Teile   an   den entsprechenden   Stellen   mit   Stahlwolle    abgeschliffen.   Sollte   hierbei   ein   Grad an    der    Rohrkante    entstehen,    sollte    dieser    sorgfältig    entfernt    werden.    Als nächstes   solltet   ihr   unbedingt   etwas   Flussmittel    an   die   zu   lötenden   Stellen auftragen.   Tragt   dabei   am   besten   Handschuhe   und   versucht   nicht   in   Kontakt mit     dem     Flussmittel     zu     kommen.     Anschließend     könnt     ihr     die     Teile zusammenstecken    und    mithilfe    einer    Lötlampe     beziehungsweise    einem Gasbrenner    erhitzen.   Erwärmt   am   besten   nicht   direkt   die   Verbindungstelle, sondern   haltet   die   Flamme   an   eine   nahegelegene   Stelle   am   Rohr.   Nachdem das   Rohr   ausreichend   erhitzt   worden   ist,   kann   nun   das   Lötzinn   von   oben   an die   Verbindung   gehalten   werden.   Habt   ihr   das   Flussmittel   richtig   aufgetragen, so   läuft   das   Lötzinn   selbständig   um   die   Verbindungsstelle   und   dichtet   sie   ab. Sobald   sich   auf   der   Unterseite   ein   kleiner   Tropfen   bildet,   könnt   ihr   mit   der     zweiten   Verbindungsstelle   fortfahren.   Sobald   das   Verbindungsstück   abgekühlt ist,    könnt    ihr    die    Reste    des    Flussmittels    abwischen    und    damit    beginnen Kabelbinder   rund   herum   zu   platzieren .   Steckt   dazu   am   besten   eine   Flasche vom   selben   Typ,   wie   ihr   ihn   bei   eurer   Rakete   verwendet,   in   die   Reduziermuffe. Die   Kabelbinder   sollten   direkt   am   Kragen   anliegen.   Zunächst   könnt   ihr   etwas Klebeband   nutzen,   um   die   Kabelbinder   zu   fixieren.   Anschließend   solltet   ihr zwei   Schlauchschellen    so   fest   wie   möglich   um   die   Kabelbinder   ziehen.   Nun kann   das   Verbindungsstück   auf   das   Rohrsystem   geschraubt   werden.   Auch   hier solltet ihr wieder Teflonband  verwenden.
Kabelbinder
PVC Rohr
Kupfer Reduziermuffe
Dichtung
LAUNCH TUBE
AUSLÖSER
BETANKUNGSSYSTEM
Um     einen     stabilen     und     geraden     Start     eurer     Rakete     zu     gewährleisten, empfehlen   wir   die   Verwendung   einer   sogenannten   Launch   Tube.   Das   ist   im Prinzip   lediglich   ein   langes   Rohr ,   welches   in   das   Verbindungsstück   gesteckt wird        und    zudem    den    Effekt    hat,    dass    die    Rakete    eine    größere    Flughöhe erreicht.    Herkömmliche    PVC-Rohre    sind    leider    oftmals    zu    schwach,    um    die großen   Belastungen   beim   Start   auszuhalten.   Deswegen   sollten   das   verwendete PVC-Rohr   mit   einem   Durchmesser   von   20mm    zusätzlich   von   innen   mit   einem Stahlrohr   verstärkt    werden.   Solltet   ihr   planen   eure   Rakete   nicht   nur   Wasser, sondern    auch    mit    Schaum    zu    starten,    dann    empfehlen    wir    euch,    kleinere Löcher    in    den    unteren    Teil    der    Launch    Tube    zu    bohren.    Diese    schäumen während der Luftbetankung das Wasser nochmals zusätzlich auf.
Jetzt   fehlt   noch   der   Auslöser   für   die   Startrampe.   Dafür   könnt   ihr   ein   kurzes PVC-Rohr     verwenden,    welches    ihr    über    das    Verbindungsstück    stülpt.    Nun benötigt    ihr    eine    Umlenkung .    Wir    verwenden    hierfür    ein    U-Stück    aus gebogenen   Aluminium.   An   diesem   werden   zwei   Nylonschnüre   befestigt,   die mit   dem   PVC-Rohr   verbunden   werden.   Über   einen   Karabinerhaken   könnt   ihr nun   eure   Auslöseleine    befestigen,   die   mindestens   10   Meter   lang   sein   sollte. Bevor   ihr   eure   Rakete   aufsetzen   könnt,   müsst   ihr   jedoch   noch   eine   Dichtung   (O-Ring;   in   unserem   Fall   Durchmesser   15,5mm;   Schnurstärke   2,6mm )   oberhalb des Flaschengewindes anbringen.
Als    letztes    kümmern    wir    uns    um    die    Luft-    und    Wasserversorgung.    Die Luftversorgung   erfolgt   über   einen   10   Meter   langen   Gartenschlauch,   der   über eine   Kupplung   mit   der   Startrampe   verbunden   werden   kann.   Habt   ihr   an   eurer Startrampe    Druckluftventile    verbaut,    nutzt    ihr    natürlich    stattdessen    einen Druckluftschlauch.    Auf    der    anderen    Seite    des    Schlauches    befindet    sich    ein Autoventil .   Dieses   wurde   etwas   zu   geschliffen,   mit   Teflonband   umwickelt,   in den    Schlauch    gesteckt    und    mit    einer    Schlauchschelle    fixiert.    An    dieses Autoventil   könnt   ihr   nun   eure   Standluftpumpe    anschließen   und   Druck   in   der Rakete    aufbauen.    Etwas    aufwendiger    ist    da    schon    das    Betankungssystem, welches   ein   bequemes   Betanken   der   Rakete   mit   Wasser   ermöglicht.   Hierfür verwenden    wir    ein    Drucksprühgerät ,    dessen    Düse    wird    abgesägt    haben. Stattdessen     haben     wir     ebenfalls     einem     Gartenschlauch     mithilfe     einer Schlauchschelle   daran   angebracht.   Um   euer   Betankungssystem   zu   verwenden müsst   ihr   nun   lediglich   Wasser   in   das   Drucksprühgerät   füllen   und   mithilfe   der integrierten   Pumpe   Druck   aufbauen.   Anschließend   öffnet   ihr   das   Ventil   eures Startrampe und schon fließt Wasser in die Rakete.
Befestigung des Rohrsystems auf der Unterseite
Kupfer Reduziermuffe 28mm auf 22mm Kupferrohr 22mm 22mm auf 3/4” T-Stück 3/4” Rückschlagventil 3/4” Kugelhahn 3/4” Grundplatte Befestigung *Bau auch mit 1/2” Rohren möglich
Verlöten der Kupferteile
Angebrachte Kabelbinder
Fertiges Verbindungsstück
Sichtbarer Effekt beim Verlassen der Launch Tube
PDF PDF PDF Luftpumpe Drucksprühgerät KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG KUPPLUNG Startrampe
System mit eingebauter Feder und Fallschirm
Hutgummi um das System gewickelt
1) System mit Trigger (Vor dem Start)
2) Timer läuft ab (Startphase)
3) System öffnet sich
4) Fallschirm wird ausgeworfen
f
Sprache wählen:
Deutsch
WARAS FÜR FORTGESCHRITTENE

---   ANLEITUNGEN ZU EINZELNEN BAUTEILEN   ---

Auf    dieser    Seite    erklären    wir    ausführlich    den Aufbau         einzelner         Komponenten         unserer Wasserraketen.         Klicke         einfach         auf         die Beschriftungen   in   der   Zeichnung,   um   schnell   zur gewünschten    Anleitung    zu    gelangen.    Die    Seite befindet    sich    derzeit    noch    im    Aufbau,    weshalb noch nicht alle Anleitungen verfügbar sind.
HAFTUNG UND SICHERHEIT
Der     Bau     einer     Wasserrakete     erfordert     Präzision     und     Gründlichkeit. Insbesondere   die   verwendeten   Klebstoffe   und   Harze   sind   gefährlich.   Daher sollte    das    Kleben    sowie    das    Laminieren    unbedingt    mit    Handschuhen erfolgen   und   während   der   Bearbeitungs-   und   Trocknungszeit   gut   gelüftet werden.     Der     Start     einer     Wasserrakete     benötigt     möglicherweise     eine Fluggenehmigung.   Setze   dich   am   Besten   mit   den   zuständigen   Behördern   in Verbindung.   Der   Start   sollte   auf   einer   Wiese   oder   (mit   Erlaubnis)   auf   einem Feld     erfolgen,     das     weit     weg     von     Straßen,     Häusern,     Bäumen     oder Strommasten   ist.   Beim   Start   sowie   beim   Drucktest   ist   eine   Schutzbrille   zu tragen.   Der   unter   Druck   stehenden   Rakete   sollte   man   sich   in   keinem   Fall nähern.     Der     in     den     Anleitungen     beschriebene     Bau     und     Start     einer Wasserrakete      kann      auch      bei      ordnungsgemäßer      Durchführung      und Handhabung   mit   Gefahren   verbunden   sein.   Die   Arbeiten   sollten   daher   in jedem   Fall   durch   erwachsene   Begleitpersonen   betreut   werden.   Wir   können keine   Garantie   für   die   Richtigkeit,   Vollständigkeit   und   Durchführbarkeit   der hier   beschriebenen   Anleitungen   geben.   Wir   übernehmen   keine   Haftung   für Schäden   an   Personen   oder   Gegenständen,   die   bei   der   Vorbereitung   und Durchführung   der   Anleitung   entstehen.   Wir   übernehmen   keine   Haftung   für die   Inhalte   verlinkter   Webseiten   und   keine   Garantie   für   die   Zustellung   von bestellten Materialien über externe Drittanbieter.
1) PLANUNG DER BAUPHASE
Der   Bau   einer   guten   Wasserrakete   beginnt   weit vor   dem   Vorbereiten   der   Flaschen,   sogar   weit   vor dem    Einkaufen    der    Materialien.    Der    Bau    einer guten    Wasserrakete    beginnt    mit    der    Planung, denn   nur   wenn   du   dein   Vorgehen   planst   kannst du   auch   eine   Rakete   bauen,   bei   der   wirklich   alles stimmt. In      dieser      Anleitung      möchten      wir      unsere Erfahrungen,     die     wir     in     den     letzten     Jahren gesammelt   haben,   mit   euch   teilen.   Dabei   legen wir   besonderen   Wert   auf   die   Wahl   der   Bauweise, welche       einen       großen       Einfluss       auf       die Flugeigenschaften der Rakete hat.
ANLEITUNG ALS PDF HERUNTERLADEN PDF
Überschätze    deine    eigenen    Fähigkeiten    nicht. Fange klein an und steigere dich langsam. Je   größer   die   Rakete   ist,   desto   mehr   Klebestellen besitzt   sie.   Damit   steigt   die   Zahl   der   potentiellen Schwachstellen.   Anfänger   sollten   daher   kleinere Raketen bauen. Überlege    also    zuerst,    wie    groß    deine    Rakete ungefähr werden sollte. Halte    dich    bei    der    weiteren    Planung    an    das Motto „Keep it simple!“ Insbesondere         solltest         du         beim         Bau berücksichtigen: Die Reduzierung des Leergewichts Die Optimierung der Flugeigenschaften Die Verbesserung der Zuverlässigkeit Entscheide   dich   für   eine   Bauweise.   Wir   stellen dir    im    folgenden    Absatz    zwei    sehr    effektive Methoden vor.
Die     Flügel     sollten     aus     einen     möglichst     leichten Material   sein,   beispielsweise   Hohlkammerplatten.   Die Flügel     sollten     keinesfalls     zu     groß     sein,     da     sie ansonsten   die   Flugeigenschaften   der   Rakete   negativ beeinträchtigen   können.   Bei   der   Form   sollte   man   sich an         typischen         Beispielen         orientieren,         die Luftverwirbelungen      bestmöglich      vermeiden.      Um noch   mehr   Gewicht   zu   sparen   ist   es   sinnvoll,   nur   drei statt   vier   Flügel   an   der   Rakete   anzubringen.   Da   die Flügel    allerdings    erst    nach    der    Fertigstellung    des Drucktanks   eine   Rolle   spielen,   kann   das   Flügeldesign auch     erst     zu     einem     späteren     Zeitpunkt     geplant werden.
2) Zwei-Segment-Bauweise: Der    Drucktank    besteht    aus    einem    größeren    und einem    kleineren    Segment.    Dies    dient    dazu,    den Schwerpunkt   weiter   nach   oben   zu   verlagern.   Der   auf diese   Weise   gefertigte   Tank   ist   größer   und   schwerer als    ein    Monotank,    doch    ermöglicht    er    den    Einsatz eines   Radialfallschirmsystems,   welches   zwischen   den beiden Segmenten befestigt wird und federleicht ist.
TIPPS FÜR DEN BAU DEINER WARA
WAHL DER BAUWEISE
DIE FLÜGEL
1) Monotankbauweise: Die    Monotankbauweise    beschreibt    den    klassischen Aufbau   einer   Wasserrakete.   Ein   einziger,   großer   Tank aus    mehreren    Flaschenteilen    bildet    das    Herzstück. Auf   seiner   Spitze   sitzt   ein   Fallschirmsystem,   welches den   Fallschirm   entweder   zur   Seite   oder   nach   oben auswirft.       Durch       den       Verzicht       auf       weitere Flaschenhälse und Hohlräume wird Gewicht gespart.
Die       Wahl       der       Bauweise       bestimmt,       welchen Fallschirmsystemtyp   du   verwenden   wirst.   Wie   du   so ein   Fallschirmsystem   baust,   das   erfährst   du   in   einer anderen Anleitung .
2) DRUCKTANKS UND VERSTÄRKUNG
Wer   Wasserraketen   bauen   möchte,   die   mehrere hunderte   Meter   hoch   fliegen   können,   der   muss vor    allem    an    einer    Komponente    arbeiten:    Dem Drucktank.   In   dieser   Anleitung   möchten   wir   euch zeigen,   wie   ihr   einen   großen   Drucktank   für   eure Wasserrakete    bauen    könnt,    und    was    ihr    dabei beachten müsst. Viel Spaß!
ANLEITUNG ALS PDF HERUNTERLADEN PDF MATERIALLISTE HERUNTERLADEN PDF
Bevor    ihr    mit    dem    Bau    eures    Drucktanks    beginnt, solltet   ihr   einen   groben   Plan   für   eure   Wasserrakete haben.   Dafür   empfehlen   wir   euch   unsere   extra   dafür erstellte      Anleitung      über      die      Bauweise      einer Wasserrakete .    Egal,    für    welche    der    aufgeführten Bauweisen   ihr   euch   entscheidet,   der   grundsätzliche Aufbau   eines   Drucktanks   ist   immer   gleich:   Mehrere Kunststoff-Flaschen           werden           miteinander kombiniert .   Doch   nicht   jeder   Flaschentyp   ist   für   den Wasserraketenbau      geeignet.      Denn      zum      einen müssen    die    Flaschen    möglichst    stabil    sein,    zum anderen       sollten       sie       ein       möglichst       langes, zylinderförmiges    Stück     besitzen.    Bewährt    haben sich   zum   Beispiel   Mehrwegflaschen   von   Mezzo   Mix oder    Apollinaris.    Um    die    einzelnen    Flaschen    nun miteinander    zu    kombinieren,    gibt    es    verschiedene Verfahren.     In     der     Regel     werden     die     Flaschen zugeschnitten   und   miteinander   verklebt .   Mehrere so     entstandene     Drucktanks     können     aber     auch mittels                  spezieller                  Verbindungsstücke zusammengeschraubt     werden.     In     diesem     Video zeigen    wir    den    Bau    eines    Segment-Tanks    mit    6 Klebestellen.     Die     Bauweise     und     die     Anzahl     der Klebestellen   eures   Drucktanks   ist   euch   aber   natürlich selbst   überlassen.   Dazu   müssen   jedoch   erst   einmal die   Flaschen   vorbereitet   werden.   Von   fünf   der   sieben Flaschen        wird        mithilfe        einer        Schere        der Flaschenboden   und   der   Flaschenhals   abgetrennt , von    zwei    weiteren    Flaschen    lediglich    der    Boden. Natürlich   hängt   die   Anzahl   der   Flaschen   aber   von   der Größe eures Drucktanks ab.
Apollinaris Cola
Beim      Schneiden      kann      es      helfen,      mit      einem wasserlöslichen    Folienstift    und    einem    Blatt    Papier die   Schnittstelle   vorzuzeichnen .   Statt   einer   Schere kann    auch    eine    Vorrichtung,    bestehend    aus    einer Bohrmaschine   und   einem   Cutter,   genutzt   werden.      In jedem        Fall        sollte        eine        möglichst        gerade Schnittkante  gewährleistet sein.
Flaschen schneiden mit der Schere
Alternative: Bohrmaschinen-Vorrichtung
Drehen der Flaschen auf einem heißen Bügeleisen
Um          die          einzelnen          Flaschenstücke          nun zusammenzufügen,    müssen    diese    nun    an    jeweils einer   Seite   leicht   verengt   werden.   Für   das   Verengen   eignet     sich     bei     unseren     Apollinaris-Flaschen     vor allem    die    etwas    stabilere    Seite,    von    der    auch    der Boden   abgetrennt   wurde,   da   die   Flaschenform   leicht konisch   ist.   Zuvor   sollte   die   entsprechende   Seite   auf einem   heißen   Bügeleisen    gedreht   werden,   bis   sich der   Rand   leicht   nach   innen   biegt.   Das   Verengen   der Flaschen     erfolgt     in     ca.     2,5cm     tiefem,     heißem Wasser ,   in   das   die   Flaschenenden   für   einen   Moment getaucht    werden.    Je    nach    Temperatur    kann    das Ganze    nur    1-2    Sekunden    dauern.    Wartet    man    zu lange,     wird     die     Verengung     so     stark,     dass     das Flaschenstück       unbrauchbar       wird.       Idealerweise sollten   sich   die   einzelnen   Flaschenstücke   geradeso ineinanderschieben     lassen.     Ist     ein     Teil     zu     stark verengt,    sollte    man    es    ersetzen    bevor    mit    dem nächsten   Schritt   fortgefahren   wird.   Vor   dem   Kleben sollte    der    verengte    Bereich    mit    Sandpapier    von außen   angeraut   werden.   Die   anderen   Flaschenenden werden   von   innen   angeraut.   Außerdem   sollten   die Flaschen noch mit Aceton gereinigt werden.
Verengt + außen angeraut Innen angeraut
Zum   Kleben   eignet   sich   Klebstoff   auf   Polyurethan- Basis .     Doch     Achtung:     Nicht     jeder     Klebstoff     ist geeignet.   Während   beispielsweise   PL   Premium ,    Ponal PUR   12    oder   Soudal   Pro   45P    sehr   gut   zum   Kleben geeignet     sind,     besitzen     andere     Klebstoffe     wie beispielsweise   Sikaflex   11FC    hauptsächlich   dichtende Eigenschaften.     Dennoch     kann     und     soll     dieser Klebstoff   verwendet   werden   –   allerdings   nur,   wenn eine             anschließende             Glasfaser-             oder Carbonverstärkung    geplant    ist,    die    dann    den    Tank anstatt   des   Klebstoffes   zusammenhält.   So   kann   der maximale    Druck    von    8-9    bar    nochmals    deutlich erhöht werden. Für     das     Kleben     der     Tanks     ist     eine     Vorrichtung empfohlen,      die      den      Tank      in      Position      hält. Einmalhandschuhe     sind     unverzichtbar ,     da     der Kontakt   mit   dem   Klebstoff   vermieden   werden   sollte. Zudem    sollte    der    Raum,    in    dem    ihr    arbeitet,    gut belüftet    sein.    Der    Klebstoff    wird    nun    auf    beide Drucktank-Teile       aufgetragen       und       gleichmäßig verteilt.    Die    zu    klebenden    Bereiche    können    mit Klebeband        abgegrenzt        werden,        um        später Rückstände       auf       dem       Tank       zu       vermeiden. Anschließend        werden        die        Teile        vorsichtig zusammengeschoben.    Um    optimale    Ergebnisse    zu erreichen       sollten       die       Teile       während       dem Zusammenschieben    nicht    gedreht    werden .    Der überschüssige      Klebstoff      kann      für      die      nächste Klebestelle     wiederverwendet     werden.     Wenn     alle Flaschenstücke     zusammengefügt     wurden,     ist     es wichtig    den    Tank    gerade    auszurichten.    Dazu    wird dieser   um   seine   eigene   Achse   gedreht.   Anschließend sollte   der   Tank   zwei   bis   drei   Tage   lang   trocknen . Falls     ihr     keine     Verstärkung     mit     Glasfaser-     oder Carbongewebe     plant,     könnt     ihr     nun     mit     dem Drucktest     fortfahren.     Wie     das     funktioniert,     das erklären    wir    etwas    weiter    unten.    Solltet    ihr    aber planen,    den    Tank    zu    laminieren,    dann    liegt    noch etwas   Arbeit   vor   euch:   Der   gesamte   Tank   muss   zuvor angeraut werden.
Vorsichtiges Auftragen des Klebstoffes
Zusammenfügen ohne die Stücke zu drehen
Klebstoff für nächste Klebestelle wiederverwenden
Glasfasergewebe      wird      üblicherweise      in      Rollen geliefert.   Von   dieser   Rolle   könnt   ihr   mit   einer   großen Schere    das    benötigte    Gewebe    abschneiden.    Das Gewebe    sollte    etwas    mehr    als    zwei    Mal    um    den Drucktank    gewickelt    werden,    die    aufgezeichneten Maße betragen also: Länge des Tanks x 6,4 Flaschendurchmesser.
Beim   Zuschneiden    ist   es   wichtig,   darauf   zu   achten, dass   die   Fasern   des   Gewebes   nicht   herausgezogen werden     und     dass     die     Gewebestruktur     intakt bleibt.        An       den       Enden       kann       das       Gewebe eingeschnitten    werden,    sodass    sich    das    Gewebe besser an die Flaschenform anpasst. Zum   Laminieren   benötigt   ihr   eine   Vorrichtung,   auf die   ihr   euren   Drucktank   stecken   könnt.   Dafür   eignet sich   beispielsweise   ein   PVC-Rohr.   Auch   hier   solltet   ihr Handschuhe   tragen   und   den   Raum   gut   belüften.   Das Harz    wird    im    auf    der    Verpackung    angegebenen Verhältnis    gemischt.    Anschließend    wird    mit    einer Walze   das   Harz   auf   den   Drucktank   aufgetragen . Sollte   euer   Flaschentyp   kleinere   Rillen   haben,   könnt ihr    diese    nun    mit    einzelnen    Glasfasern    ausfüllen (man    spricht    von    sogenannten    Fillelements).    Nun kann   das   Gewebe   vorsichtig   an   den   Tank   angelegt   werden.   Dabei   wird   der   Tank   immer   etwas   weiter   auf der   Vorrichtung   gedreht,   und   das   Harz   mit   der   Walze durch     das     Gewebe     gedrückt,     bis     die     Struktur durchsichtig   wird.   Ab   und   zu   müsst   ihr   etwas   Harz hinzufügen,   aber   geht   sparsam   damit   um.   An   den Enden   des   Tanks   muss   beim   Laminieren   besonders vorsichtig    vorgegangen    werden.    Hierbei    kann    es hilfreich   sein,   nach   der   Fertigstellung   eine   einzelne Faser    um    die    dünnste    Stelle    am    Flaschenhals    zu wickeln.   Nachdem   das   Gewebe   ganz   um   den   Tank gewickelt   wurde,   muss   der   Tank   nun   trocknen.   Bis zum    Drucktest    sollte    aus    Sicherheitsgründen    eine Woche   gewartet   werden.   In   dieser   Zeit   können   aber einzelne   abstehende   Fasern   entfernt   und   der   Tank an        nötigen        Stellen        mit        Nasschleifpapier   abgeschliffen   werden.   Wichtig   ist   es   hierbei,   nicht   die Struktur des Gewebes zu zerstören.
Einschneiden des Gewebes
Anbringend der Fillelements
Das Harz wird mit der Walze durch das Gewebe gedrückt
TEIL 1: BAUEN VON DRUCKTANKS
TEIL 2: VERSTÄRKUNG DES TANKS (OPTIONAL)
TEIL 3: DER DRUCKTEST
Doch   bevor   ihr   den   Drucktank   in   eurer   Wasserrakete verwenden   könnt,   muss   dieser   zunächst   noch   den Drucktest     bestehen.     Dazu     wird     der     Tank     fast vollständig     mit     Wasser     befüllt     und     anschließend hinter   eine   Barriere    gelegt.   Um   Druck   aufzubauen könnt   ihr   entweder   eure   Startrampe   benutzen,   oder aber   auch   ein   Schlauchsystem   auf   Gardena-Basis.   Ein Drucktank,   welcher   mit   zwei   Lagen   Glasfasergewebe versehen   wurde,   kann   bis   zu   18   bar    aushalten,   ein nicht-verstärkter   Tank   gut   die   Hälfte.   Das   hängt   aber immer   davon   ab,   wie   sorgfältig   ihr   gearbeitet   habt. Auf   jeden   Fall   solltet   ihr   aber   den   Tank   so   gut   testen, dass   ihr   beim   gewünschten   Startdruck   auch   wirklich sicher seid, dass nichts passieren wird. Hat   euer   Tank   den   Test   überstanden,   so   ist   dieser nun    endlich    für    die    Verwendung    in    eurer    Rakete bereit.
3) FALLSCHIRMSYSTEM
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Wenn   ihr   eine   große   Wasserrakete   bauen,   aber nicht    unbedingt    nach    jedem    Start    von    vorne anfangen   wollt,   dann   seid   ihr   hier   genau   richtig. Denn     in     dieser     Anleitung     möchten     wir     euch zeigen,   wie   ihr   ein   Fallschirmsystem   bauen   könnt, das   eure   Wasserrakete   nach   einem   Start   wieder wohlbehalten   auf   den   Boden   zurück   bringt.   Doch fangen   wir   von   vorne   an:   Ein   Fallschirmsystem   ist dafür    zuständig,    den    gefalteten    Fallschirm    im richtigen    Moment    aus    der    Rakete    auszuwerfen. Was       einfach       klingt,       ist       eine       der       wohl anspruchsvollsten                 Aufgaben                 beim Wasserraketenbau     –     denn     das     System     muss zugleich leicht, klein und zuverlässig sein.
DER TOMMY TIMER
Wie    bei    fast    allen    Bereichen    im    Wasserraketenbau gibt   es   auch   hier   verschiedene   Vorgehensweisen.   In dieser         Anleitung         behandeln         wir         lediglich mechanische      Systeme ,      die      mit      sogenannten Tommy   Timern    arbeiten.   Diese   findet   man   in   vielen Aufdrehspielzeugen,   die   im   Spielwarenladen   oder   im Internet   erhältlich   sind.   Nachdem   ihr   den   Timer   aus seinem      Gehäuse      befreit      habt,      könnt      ihr      alle unnötigen     Teile     und     Rädchen     mit     einer     Zange entfernen.   Der   Griff   zum   Aufdrehen   wird   zunächst mehrfach               in               einem               Schraubstock zusammengedrückt,         bis         man         ihn         ohne Schwierigkeiten   abnehmen   kann.   Anschließend   wird der    Stab    des    Tommy    Timers    mithilfe    von    zwei Zangen   um   90°   gebogen .   Der   so   modifizierte   Timer wird    später    das    Herzstück    des    Fallschirmsystems bilden.    Dass    wir    auf    Tommy    Timer    setzen,    hat    im Übrigen        sehr        gute        Gründe:        Mechanische Fallschirmsysteme    sind    einfach    zu    bauen     und    zu reparieren,    sind    meistens    wesentlich    leichter     als elektronische     Systeme     und     zudem     um     einiges günstiger     –    was    vor    allem    dann    eine    Rolle    spielt, wenn   eine   Rakete   doch   mal   abstürzt.   Und   wenn   wir gerade   davon   sprechen:   Die   zwei   Systeme,   die   wir euch   hier   vorstellen,   haben   ihre   Zuverlässigkeit      bei unzähligen Starts bereits unter Beweis gestellt.
WELCHES SYSTEM FÜR WELCHE RAKETE?
Das     erste     System,     welches     wir     euch     vorstellen möchten,       ist       das       Phönix       6.       Es       ist       eine Weiterentwicklung       unserer       vorherigen       Phönix- Fallschirmsysteme,   welche   den   Fallschirm   zur   Seite auswerfen ,    und    ist    ideal    für    Raketen    mit    einem einzelnen,   großen   Tank   geeignet.   Für   Raketen,   welche aus      mehreren      Drucktank-Segmenten      bestehen, schlagen   wir   die   Verwendung   des   Phönix   RDS   vor. Dieses     System     wurde     ursprünglich     von     unseren amerikanische       Kollegen       U.S.       Water       Rockets   entwickelt,   von   uns   jedoch   stark   abgewandelt   und   an die mechanische Auslösung angepasst.
PHÖNIX 6
Für   den   Bau   eures   Phönix   6   Seitenauswurfsystems benötigt   ihr   zunächst   zwei   Flaschen    vom   selben   Typ, den     ihr     auch     für     den     Bau     eures     Drucktanks verwendet   habt.   Von   einer   der   Flaschen   schneidet   ihr den    Boden    mit    einer    Schere    ab,    und    entfernt    das Gewinde   mithilfe   einer   Säge.   Nun   wird   eine   große Öffnung      in     den     zylindrischen     Teil     der     Flasche geschnitten,   die   in   unserem   Fall   ungefähr   10cm   breit ist   und   nach   unten   noch   gut   3cm   Platz   lässt.   Bei   einer kleinere       Flasche       ist       die       Öffnung       natürlich entsprechend   kleiner.   Diese   Flasche   wird   später   die sogenannte        Fallschirmkammer         werden.        Als nächstes    solltet    ihr    euch    überlegen,    wie    die    Spitze eures    Fallschirmsystem    aussehen    sollte.    Ihr    könnt beispielsweise     einen     halben     Tischtennisball     mit Epoxidharz   aufkleben,   oder   die   obere   Öffnung   weiter vergrößern      und      eine      Feuerwerksraketenspitze hineinstecken.   Von   der   zweiten   Flasche   werden   nun ebenfalls   der   Boden   und   der   Hals   entfernt.   Der   übrig gebliebene   zylindrische   Teil   wird   in   zwei   gleich   große Stücke   geschnitten.   Wir   benötigen   nur   eines   dieser Stücke um es als Fallschirmtüre  zu verwenden. Solltet      ihr      planen,      euer      Fallschirmsystem      zu lackieren ,    dann    ist    jetzt    die    Zeit    gekommen.    Als erstes    müsst    ihr    sowohl    die    Fallschirmkammer    als auch   die   Fallschirmtüre   mit   Schleifpapier   abschleifen sowie   gründlich   reinigen.   Als   nächstes   empfehlen   wir eine       Kunststoffgrundierung       aufzusprühen.       Der eigentliche      Sprühlack,      in      unserem      Fall      mattes dunkelgrau,    wird    erst    nachdem    die    Grundierung getrocknet      ist,      aufgetragen.      Eventuell      ist      es notwendig, mehrere Schichten aufzutragen. Nachdem    der    Lack    getrocknet    ist,    könnt    ihr    damit anfangen,   zwei   runde   Grundplatten   aus   Kunststoff   auszuschneiden.           Wir           verwenden           hierfür beispielsweise     Guttagliss     Hobbycolor.     Die     Platten sollten    gerade    so    in    das    Gehäuse    hineinpassen. Mithilfe    einer    Heißklebepistole    können    die    Platten nun     genau     an     die     Kanten     der     Öffnung     geklebt werden.   Geht   dabei   sparsam   mit   dem   Klebstoff   um und klebt die untere Platte lediglich von unten an. Nun    kann    der    modifizierte    Tommy    Timer    auf    der Rückseite    des    Gehäuses    befestigt    werden.    Hierzu wird   zunächst   der   Stab   des   Tommy   Timers   von   innen durch     ein     Loch     knapp     oberhalb     der     unteren Grundplatte   gesteckt,   anschließend   wird   der   Tommy Timer   mit   einem   möglichst   kleinen   Kabelbinder   von innen   fixiert.   Die   Fallschirmtüre   soll   nun   durch   ein Hutgummi    in   Position   gehalten   werden.   Dazu   wird eine   Schlaufe   durch   zwei   kleine   Löcher   auf   Höhe   der oberen     Grundplatte     am     Gehäuse     befestigt.     Das Hutgummi   sollte   mehrere   Male   sehr   straff   um   das System    gewickelt     werden,    bevor    es    am    Tommy- Timer-Stab eingehakt wird. Um     dafür     zu     sorgen,     dass     der     Fallschirm     auch wirklich   aus   dem   Fallschirmsystem   ausgeworfen   wird, benötigen   wir   noch   eine   Feder .   Hierfür   kann   einfach ein     Flaschenstück     einer     Einwegflasche     verwendet werden.   Dieses