Noch vor einigen Jahren orientierten sich Wasserraketen-Fallschirmsysteme an ihren Vorbildern aus dem  Raketenmodellbau - sie bestanden aus unnötig schweren Holzkonstruktionen und sogar Metallbauteile wurden verbaut.  Im Jahr 2012 änderte sich das mit der Vorstellung des EL 2.0 Fallschirmsystems von Aircommando Walldorf, das auf viele  unnötige Bauteile verzichtete - jedoch einige aerodynamische Nachteile mit sich brachte. Diese Nachteile glichen wir mit  dem Phönix 4 System aus, das erstmals auf eine Innenkonstruktion verzichtete und bei dem alle notwendigen  Bestandteile an der Flaschenwand befestigt wurden. Im Jahr 2014 stellte dann US Water Rockets ein neuartiges System  vor, das den Fallschirm radial auswerfen konnte. Dieses Radial Parachute Deploy System wurde von der Wasserraketen  Community schnell adaptiert und angepasst. Schon wenige Monate später startete Aircommando Walldorf seine  Tomahawk-Rakete mit einem tommy-timer-basierten Radialsystem, das allerdings noch fehleranfällig war. Basierend auf  diesen Vorgängern entwickelten wir unsere extrem leichten und zuverlässigen Fallschirmsysteme, die wir in diesem  Artikel näher vorstellen möchten.
VORBILDER UND VORGÄNGER
EL 2.0
PHÖNIX 4
ACW-ROCKETS 2012
RAKETFUED 2013
RPDS
TOMAHAWK
ACW-ROCKETS 2014
US WATER ROCKETS 2014
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PHÖNIX 5 UND RDS
Wir benutzen bei unseren Wasserraketen zwei verschiedene Fallschirmsysteme: Das Phönix 5 wird auf die Spitze einer  Rakete gesetzt und wirft den Fallschirm zur Seite aus. Dabei werden alle Komponenten (Tommy Timer, Feder, eventuell  Höhenmesser) direkt an der Flaschenwand befestigt, und lediglich zwei dünne Kunststoffplatten stabiliseren das System.  Es eignet sich perfekt, um an der Spitze einer Rakete mit Monotank (ein einziger Drucktank) wie zum Beispiel der  SkyHopser 2R befestigt zu werden. Besitzt die Rakete aber mehrere Drucktanks, so kann unsere Version des Radial Deploy Systems (RDS) ein Fairing  (Verkleidung zwischen zwei Drucktanks) ersetzen und so wertvollen Platz und Gewicht sparen. Der Standort DTMS nutzt  dieses System seit Sommer 2015 für die Überflieger-Raketen, aber auch andere Raketen werden zukünftig von diesem  System profitieren.
PHÖNIX 5
RAKETFUED RDS
AUFBAU DES PHÖNIX 5 SYSTEMS
AUFBAU DES RDS
Das Phönix 5 Fallschirmsystem ist sehr einfach zu bauen, da es zu 100% aus Alltagsmaterialien besteht, die du in wirklich jedem Baumarkt und Supermarkt finden kannst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Seitenauswurfsystemen ist es  extrem leicht, durch einen gebogenen Timerstab einfach zu reparieren und bietet zudem noch viel Platz für Fallschirme  und Messgeräte. Hier findest du alle Materialien, die du zum Bau eines Phönix 5 Systems benötigst:
MATERIALIEN
Das Phönix 5 Fallschirmsystem kann natürlich ganz nach Belieben modifiziert und verändert werden. Hier einige Vorschläge von uns und von anderen Bastlern, die uns ihre Idee zukommen lassen haben: Diverse Bauteile  (z.B. Stabilisierungsplatten, Raketenspitze) können mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Anstatt einer Flaschen-Federungen können auch mehrere Haushaltsgummis benutzt werden. Anstatt eines Tommy Timers kann natürlich auch ein elektrischer Timer eingebaut werden Es gibt ausreichend Platz für einen Höhenmesser auf der Innenrückseite des Systems Der leere Raum in der Spitze kann zur Schwerpunktsveränderung oder für Messinstrumente genutzt werden Auf die untere Platte des Systems kann ein Flaschendeckel geklebt werden. So kann das System direkt auf den Drucktank geschraubt werden
Das RDS  zeichnet sich genau wie das Phönix 5 durch seine hohe Zuverlässigkeit aus und wiegt dabei nur unfassbare 27  Gramm. Im Gegensatz zum Phönix 5 System ist es platzsparend an einer der Drucktankverbindungen untergebracht und  ersetzt ein Fairing (Verkleidung zwischen zwei Drucktanks). Neben dem Fallschirm bleibt noch genug Platz für  Messinstrumente wie zum Beispiel einen Höhenmesser. Das System ist sehr einfach gehalten und besteht nur aus  wenigen Teilen, die an einem dünnen, flexiblen und doch stabilen Plastikmantel (von Dokumenten-Hüllen, Ordnern,  Mappen) befestigt sind. Links oben an diesem Mantel ist der Tommy Timer befestigt. 2 lange Gummis befinden sich  an  der rechten Seite. Einer oben, der andere unten in der Ecke. Sie sorgen dafür, dass der Mantel geschlossen bleibt und  beim Fallschirmauswurf nach oben weg gezogen wird. Wird der um das System gespannte Gummi vom Tommy Timer  freigegeben, so schwingt er um das System und öffnet es, ein anderer Gummi zieht den offenen Mantel nach oben weg  und der Fallschirm fällt heraus.
MATERIALIEN
Flexibler Plastik-Mantel (von Dokumenten-Hülle, Ordner, Mappe,...) Haushaltsgummies Kabelbinder Tommy Timer
DER AUSLÖSER: EIN TOMMY TIMER
Sowohl bei unseren Phönix 5 System als auch bei unserem RDS setzen wir auf einen Tommy Timer als  Auslösemechanismus. Dabei handelt es sich um einen kleinen Motor, der in Aufziehspielzeugen verbaut ist. Während  viele unsere Kollegen nach ihren ersten Versuchen auf elektrische Lösungen setzen, sind wir selbst noch immer von den Vorteilen von Tommy Timern überzeugt: Preis: Ein Tommy Timer kostet meistens nur 3€. Bei einem Fehlschlag ist das ein verkraftbarer Verlust, wohingegen  elektrische Auslöser oft mehr als 50€ kosten. Gewicht: Kein elektrischer Timer ist so leicht und klein wie ein Tommy Timer Zuverlässigkeit: Die Fehlerquote unserer Fallschirmsysteme liegt bei unter 4% - und wenn eine Rakete doch mal  abstürzt, dann liegt das eher an uns und nicht an den Timern.
2 dickwandige Flaschen (z.B. Apollinaris) 1 dünnwandige Flasche (z.B. Tainacher) Kunststoffplatte (z.B. von Guttagliss) Tommy Timer 1 Tischtennisball 2 Kabelbinder Hutgummi Draht Lack (matt) + Grundierung Heißklebestoff Sekundenklebstoff
Noch vor einigen Jahren orientierten sich  Wasserraketen-Fallschirmsysteme an ihren  Vorbildern aus dem Raketenmodellbau - sie  bestanden aus unnötig schweren  Holzkonstruktionen und sogar Metallbauteile  wurden verbaut. Im Jahr 2012 änderte sich das mit  der Vorstellung des EL 2.0 Fallschirmsystems von  Aircommando Walldorf, das auf viele unnötige  Bauteile verzichtete - jedoch einige  aerodynamische Nachteile mit sich brachte. Diese  Nachteile glichen wir mit dem Phönix 4 System  aus, das erstmals auf eine Innenkonstruktion  verzichtete und bei dem alle notwendigen  Bestandteile an der Flaschenwand befestigt  wurden. Im Jahr 2014 stellte dann US Water  Rockets ein neuartiges System vor, das den  Fallschirm radial auswerfen konnte. Dieses Radial  Parachute Deploy System wurde von der  Wasserraketen Community schnell adaptiert und  angepasst. Schon wenige Monate später startete  Aircommando Walldorf seine Tomahawk-Rakete  mit einem tommy-timer-basierten Radialsystem,  das allerdings noch fehleranfällig war. Basierend  auf diesen Vorgängern entwickelten wir unsere  extrem leichten und zuverlässigen  Fallschirmsysteme, die wir in diesem Artikel näher  vorstellen möchten.
VORBILDER UND VORGÄNGER
EL 2.0
PHÖNIX 4
ACW-ROCKETS 2012
RAKETFUED 2013
RPDS
TOMAHAWK
ACW-ROCKETS 2014
US WATER ROCKETS 2014
PHÖNIX 5 UND RDS
Wir benutzen bei unseren Wasserraketen zwei  verschiedene Fallschirmsysteme: Das Phönix 5  wird auf die Spitze einer Rakete gesetzt und wirft  den Fallschirm zur Seite aus. Dabei werden alle  Komponenten (Tommy Timer, Feder, eventuell  Höhenmesser) direkt an der Flaschenwand  befestigt, und lediglich zwei dünne  Kunststoffplatten stabiliseren das System. Es  eignet sich perfekt, um an der Spitze einer Rakete  mit Monotank (ein einziger Drucktank) wie zum  Beispiel der SkyHopser 2R befestigt zu werden.
Besitzt die Rakete aber mehrere Drucktanks, so  kann unsere Version eines Radial Deploy Systems  (RDS) ein Fairing (Verkleidung zwischen zwei  Drucktanks) ersetzen und so wertvollen Platz und  Gewicht sparen. Der Standort DTMS nutzt dieses  System seit Sommer 2015 für die Überflieger  Raketen, aber auch zukünftige Swallow und  SkyHopser Raketen werden von diesem System  profitieren.
AUFBAU DES PHÖNIX 5 SYSTEMS
AUFBAU DES RDS
Das Phönix 5 Fallschirmsystem ist sehr einfach zu  bauen, da es zu 100% aus Alltagsmaterialien  besteht, die du in wirklich jedem Baumarkt und  Supermarkt finden kannst. Im Gegensatz zu den  meisten anderen Seitenauswurfsystemen ist es  extrem leicht, durch einen gebogenen Timerstab  einfach zu reparieren und bietet zudem noch viel  Platz für Fallschirme und Messgeräte. Hier findest  du alle Materialien, die du zum Bau eines Phönix 5  Systems benötigst:
MATERIALIEN
2 dickwandige Flaschen (z.B. Apollinaris) 1 dünnwandige Flasche (z.B. Tainacher) Kunststoffplatte (z.B. von Guttagliss) Tommy Timer 1 Tischtennisball 2 Kabelbinder Hutgummi Draht Lack (matt) + Grundierung Heißklebestoff Sekundenklebstoff
Das Phönix 5 Fallschirmsystem kann natürlich ganz nach Belieben modifiziert und verändert werden. Hier einige Vorschläge von uns und von anderen  Bastlern, die uns ihre Idee zukommen lassen  haben: Diverse Bauteile  (z.B. Stabilisierungsplatten, Raketenspitze) können mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Anstatt einer Flaschen-Federungen können auch mehrere Haushaltsgummis benutzt werden. Anstatt eines Tommy Timers kann natürlich auch ein elektrischer Timer eingebaut werden Es gibt ausreichend Platz für einen Höhenmesser auf der Innenrückseite des Systems Der leere Raum in der Spitze kann zur Schwerpunktsveränderung oder für Messinstrumente genutzt werden Auf die untere Platte des Systems kann ein Flaschendeckel geklebt werden. So kann das System direkt auf den Drucktank geschraubt werden
Das RDS  zeichnet sich genau wie das Phönix 5  durch seine hohe Zuverlässigkeit aus und wiegt  dabei nur unfassbare 27 Gramm. Im Gegensatz  zum Phönix 5 System ist es platzsparend an einer  der Drucktankverbindungen untergebracht und  ersetzt ein Fairing (Verkleidung zwischen zwei  Drucktanks). Neben dem Fallschirm bleibt noch  genug Platz für Messinstrumente wie zum Beispiel  einen Höhenmesser. Das System ist sehr einfach  gehalten und besteht nur aus wenigen Teilen, die  an einem dünnen, flexiblen und doch stabilen  Plastikmantel (von Dokumenten-Hüllen, Ordnern,  Mappen) befestigt sind. Links oben an diesem  Mantel ist der Tommy Timer befestigt. 2 lange  Gummis befinden sich  an der rechten Seite. Einer  oben, der andere unten in der Ecke. Sie sorgen  dafür, dass der Mantel geschlossen bleibt und  beim Fallschirmauswurf nach oben weg gezogen  wird. Wird der um das System gespannte Gummi  vom Tommy Timer freigegeben, so schwingt er um das System und öffnet es, ein anderer Gummi  zieht den offenen Mantel nach oben weg und der  Fallschirm fällt heraus.
DER AUSLÖSER: EIN TOMMY TIMER
Sowohl bei unseren Phönix 5 System als auch bei  unserem RDS setzen wir auf einen Tommy Timer  als Auslösemechanismus. Dabei handelt es sich  um einen kleinen Motor, der in Aufziehspielzeugen  verbaut ist. Während viele unsere Kollegen nach  ihren ersten Versuchen auf elektrische Lösungen  setzen, sind wir selbst noch immer von den  Vorteilen von Tommy Timern überzeugt: Preis: Ein Tommy Timer kostet meistens nur  3€. Bei einem Fehlschlag ist das ein  verkraftbarer Verlust, wohingegen elektrische  Auslöser oft mehr als 50€ kosten. Gewicht: Kein elektrischer Timer ist so leicht  und klein wie ein Tommy Timer Zuverlässigkeit: Die Fehlerquote unserer  Fallschirmsysteme liegt bei unter 4% - und  wenn eine Rakete doch mal abstürzt, dann  liegt das eher an uns und nicht an den Timern.
MATERIALIEN
Flexibler Plastik-Mantel                            (von Dokumentenhülle, Ordner, Mappe,...) Haushaltsgummies Kabelbinder Tommy Timer
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